Das "Big Ballett" Ensemble


In Russland fand 1994 eine Gruppe hochgewichtiger Frauen zusammen, die ihren Spaß am Tanz nicht mehr hinter verschlossenen Türen ausleben wollte. Zusammen mit mehreren klassisch ausgebildeten Ballett-Tänzern entstand so das „Big Ballett“ Ensemble, das auch in Deutschland bereits gastierte. Die Gruppe aus dem Ural umfasst heute mehr als 20 Mitglieder und kombiniert auf der Bühne Eleganz und Humor zu einem Feuerwerk der Lebensfreude.
Damit können wir uns nach „Health at Every Size“ über „Ballett at Every Size“ freuen. Ein echter Augenschmaus!

Fat Studies

Mit Fat Studies etabliert sich seit einigen Jahren in den USA, Großbritannien und Australien eine akademische Beschäftigung mit Fragen der Wahrnehmung und des Umgangs mit dicken Menschen, unabhängig von medizinischen und psychologischen Fragen nach Ursachen und Folgen eines erhöhten Körpergewichts. Fat Studies untersuchen die gesellschaftliche Wahrnehmung und Behandlung dicker Körper mit dem Ziel, die vorherrschenden Deutungsmuster und Behandlungsweisen von Dickleibigkeit zu kritisieren und die Gleichberechtigung dicker Körper als Teil der gesellschaftlichen Diversität zu erreichen. Fat Studies knüpfen dabei an die Tradition anderer diskriminierter Gruppen an, die sich gegen ihre Diskriminierung, Pathologisierung und Kriminalisierung zur Wehr gesetzt haben und die diese Auseinandersetzung erfolgreich auch auf dem Feld der Sozialwissenschaften geführt haben. Viele dieser Disziplinen, die ursprünglich einmal aus Sozialen Bewegungen hervorgegangen sind, sind heute fester Bestandteil des akademischen Fächerkanons. Vorbilder sind unter anderem die Disability, die Gender und die Queer Studies.
Mittlerweile gibt es ein wissenschaftliches Fat Studies Journal und den Fat Studies Reader.

Parodie des Werbespots von I make You sexy

Nach 18:00 Uhr nichts essen … keine Kohlenhydrate … es gibt viele Regeln, die angeblich das schlanke Ich hervorlocken sollen – dauerhaft. Wenn man bedenkt, dass das soziale Leben erst nach Dienstschluss beginnt und Deutschland für sein Brot weltberühmt ist, wird schnell klar, wie weit diese Ansätze von der Realität entfernt sind, trotzdem gibt es noch eine Steigerung:
Ein komplett neuer Lifestyle. Wer auf Arbeit alles gibt kann auch für sich selbst alles geben … und sich im Studio schon mal neue Freunde suchen, denn die eigenen wird man wohl nur noch selten sehen.
Oliver Kalkhofe hat sich in seiner Sendung Kalkofes Mattscheibe des Themas angenommen:
Parodie des Werbespots von I make You sexy

Parodie des Werbespots von Yokebe

Die Idee ist wenig neu: Mahlzeiten sollen durch Shakes ersetzt werden, die von den Inhaltsstoffen her alles bieten, was der Körper angeblich so braucht. Im Grunde würde vermutlich 1 Glas Buttermilch mit einem Löffel Quark und einer Hand voll Früchten den selben Zweck erfüllen – Es hätte allerdings 3 Vorteile:

  1. Es handelt sich um echte Vitamine. Ob künstliche Vitamine wirklich zu 100% den selben Effekt erzielen, ist bisher nicht geklärt.
  2. Es kostet wesentlich weniger.
  3. Es würde sich genauso wenig für eine dauerhafte Gewichtsreduktion eignen, aber es wäre ein wirklicher kulinarischer Genuss.

Oliver Kalkhofe hat sich in seiner Sendung Kalkofes Mattscheibe des Themas angenommen:
Parodie des Werbespots für den Diät-Shake von Yokebe mit Udo Walz