Das Pinguin-Prinzip

Manchmal ist unser Talent vollkommen unabhängig von unserer Körperform, manchmal geht unser Talent direkt aus unserer Körperform hervor, aber immer benötigt es das richtige Umfeld, um sich zu entfalten. Ohne es zu wissen hat Eckart von Hirschhausen mit seinem Pinguin Prinzip bestens zusammengefasst, was Gewichtsdiskriminierung ausmacht und wo dabei der Denkfehler liegt.
Wir wünschen gute Unterhaltung!

Dokumentarfilm-Projekt "straight/curves"

Lange Zeit haben wir auf den Laufstegen der Welt Size Zero gesehen, doch der Wunsch nach mehr Vielfalt wird lauter. Unsere Neugier ist geweckt und Regisseurin Jenny McQuaile will sie stillen.
Mit ihrem Projekt „straight/curve“ möchte sie uns einen Blick hinter die Kulissen der aufkeimenden Body-Positive-Bewegung der Modewelt gewähren und bittet daher um Unterstützung für ihr Projekt.
Das Projekt auf Kickstarter:
www.kickstarter.com

Die eigene Schönheit entdecken: das "Phenomenal Me" Projekt

Schönheit ist etwas, das uns berührt, unsere Seele zum Klingen bringt. Manchmal ist sie ein Augenblick, in dem alles zu einem Ganzen zusammenfindet, das mal etwas vollkommen Neues sein kann, das uns inspiriert, mal die Erinnerung an etwas ganz Ursprüngliches, zu dem wir lange keinen Kontakt mehr hatten und das uns damit ein Stück weit die Unbeschwertheit zurückbringt, die dem Anfang innewohnt.
Ich könnte noch viele Beschreibungen für sie finden, aber in keiner würden Sie das aktuelle Schönheitsideal wiederfinden. Das ist kaum verwunderlich. Mit dieser Form der Schönheit hat unser Schönheitsbegriff nur wenig gemeinsam. „Die eigene Schönheit entdecken: das "Phenomenal Me" Projekt“ weiterlesen

Pumuckl macht Diät

„Pumuckl macht Ferien“, „Pumuckl im Zoo“, das sind Geschichten, an die sich so manche/r heute noch erinnern wird, schließlich war es ein besonderer Spaß, wenn der strubbelige Kobold die Besucher des Zoos als Papagei neckte oder sich zwischen den Meerschweinchen versteckte.
Zum 95. Geburtstag von Ellis Kaut hat Pumuckl nun ein Abenteuer erlebt, das die Biene Maja schon hinter sich hat: seine erste Diät. Mit einem flachen Bauch und einem schmalen Gesicht hat der kleine Freigeist nach Meinung des KOSMOS Verlags einen „leicht modernen Touch bekommen, um die neue Generation Kinder anzusprechen, die Pumuckl jetzt lesen“.

Was mag wohl Pumuckl selbst über diesen Streich des Verlags denken? Wir lassen eines seiner Gedichte einfach mal für sich sprechen:
Ich liebe das Runde.

Es geht ja die Kunde
Das Runde ist schön.
Quelle: Pumuckl Folge 32, Das grüne Gemälde
Artikel der ZEIT
Ein Kobold wird zum Hipster

Germany’s Next Topmodel – ein Wegbereiter für Essstörungen?

Das westliche Schönheitsideal hat die Realität zu guten Teilen verlassen: Die uns präsentierte Makellosigkeit ist für niemanden erreichbar. Das bestätigen auch Models wie Cindy Crawford: „Im wirklichen Leben, ohne Make-up und gute Beleuchtung, sehe nicht einmal ich aus wie Cindy Crawford.“ oder Meaghan Kausman, die im vergangenen Jahr offen legte, wie stark ihre Bilder für die Kollektion von Fella Swim bearbeitet wurden.
Mit dem Sendungsformat Germany’s Next Topmodel hat diese Scheinwelt den Sprung vom Werbeplakat ins Unterhaltungsfernsehen geschafft – mit fatalen Folgen. Eine Studie, die vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) in Kooperation mit dem Bundesfachverband Essstörungen (BFE) e.V. durchgeführt wurde, konnte belegen, dass Germany’s Next Topmodel im Bereich von Magersucht und Bulimie ein besonders hoher Stellenwert als möglicher Auslöser und Verstärker zukommt. „Germany’s Next Topmodel – ein Wegbereiter für Essstörungen?“ weiterlesen

"Make me look beautiful" – Ein Fotoprojekt über Schönheit(en) und Photoshop

Ist Schönheit universell, einheitlich und verbindlich? Das Fotoprojekt von Esther Honig zeigt, wie sehr Schönheit im Auge der Betrachterin bzw. des Betrachters liegt. Sie bat weltweit 40 Grafiker/innen ihr Foto mithilfe des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop so zu bearbeiten, so dass sie schön aussehe – und erhielt 40 unterschiedliche Interpretationen. „"Make me look beautiful" – Ein Fotoprojekt über Schönheit(en) und Photoshop“ weiterlesen

Wir wünschen allen einen genussvollen Anti-Diät-Tag

2015-05-06_Sleeping_Lady
Zur Feier des Internationalen Anti-Diät-Tages haben wir dieses Jahr ein eigenes Postkartenmotiv entworfen, für das die Sleeping Lady von Malta Modell gestanden hat. Die nur 12,2 cm große Skulptur aus dem Hypogäum von Hal Saflieni macht deutlich, dass Schönheit keine Konfektionsgröße hat.
Die Faszination, die von der Sleeping Lady ausgeht, ist auch 5000 Jahre später ungebrochen, so dass sie zu einem der Wahrzeichen von Malta geworden ist und uns an vielen Stellen der Insel als Nachbildung oder Illustration begegnet. Was dort im Kleinen geschieht, wollen wir für alle dicken Menschen erreichen, denn sie sind Teil der Formvielfalt, Teil der Schönheit, werden aber von der Gesellschaft und insbesondere den Medien immer noch nicht so behandelt.
Damit die Sleeping Lady in möglichst vielen Städten verteilt werden kann, werden wir im Juni eine Crowdfunding-Aktion starten. Du kannst dann verschiedene Aspekte der Postkartenerstellung und -verteilung gezielt beeinflussen, also z.B. sicherstellen, dass sie in Deiner Stadt kostenlos in den Postkartenständern der Cafés und Restaurants erhältlich ist oder eine bestimmte Stückzahl erreicht werden kann.

Die ganze Vielfalt dicker Körper

Dass nicht alle Frauen Kleidergröße 38 tragen, steht inzwischen erfreulich oft im Fokus von Kampagnen, doch die gezeigte Gewichtsvielfalt geht trotzdem mit Formeinfalt einher, da die Models fast ausnahmslos einen sanduhrförmigen Körperbau haben.
Die Bloggerin Jes Baker hat zusammen mit der Photographin Jade Beall auf diesen Umstand mit einer eigenen Kampagne reagiert, die uns nun nichts mehr von der ganzen Vielfalt und Schönheit vorenthält.
Kampagne: #EmpowerALLBodies

Fitness vs Fatness? – der falsche Gegensatz

Als die französische Tennisspielerin Marion Bartoli 2013 in Wimbledon den Titel holte, stand sie leider weniger wegen ihrer sportlichen Leistung im Fokus: Statt zu honorieren, dass sie z. B. zu den wenigen Spielerinnen gehört, die das Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnten, wurde ihr Aussehen durch die Medien und anonym im Internet kommentiert.
Die US-Tennisikone John McEnroe soll in seinem Live-Kommentar gesagt haben, dass Bartoli „nicht so aussieht, wie man sich eine Athletin vorstellt“. Körperdiskriminierende und frauenfeindliche Beschimpfungen wie „This Bartoli chick is a fat slob“ bis zu „Fucking fat ugly fuck“ wurden bei Twitter gepostet. Hier zeigte sich deutlich das gängige Vorurteil, dass Sportler und Sportlerinnen immer dünn sind – was auch immer „dünn“ konkret bedeuten mag. Es ist Konsens: Ein dicker Körper und Sportlichkeit schließen sich aus. Gleichzeitig wird nur ein dünner Körper als schön betrachtet.
dieStandard.at: „Zu hässlich für Wimbledon?“
The Guardian: „John Inverdale apologises for ‚ham-fisted‘ Marion Bartoli comment“
Doch Marion Bartoli wusste dieser Gewichtsdiskriminierung etwas entgegenzusetzen: „Habe ich davon geträumt einen Modelvertrag zu bekommen? Nein, tut mir Leid. Habe ich davon geträumt Wimbledon zu gewinnen? Ja, absolut!“
Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren die Zahl der öffentlich präsenten dicken Menschen und Aktionen, die dieses Fitness-Vorurteil widerlegen, deutlich angestiegen. Sie zeigen, dass Sportlichkeit und Freude an Bewegung nicht im Widerspruch zu einem dicken Körper stehen. „Fitness vs Fatness? – der falsche Gegensatz“ weiterlesen

Theaterstück "Dicke Frauen" gewinnt Preis

Das Laientheaterstück „Dicke Frauen“ unter Leitung von Nora Graupner hat den Preis der Bürgerjury auf dem Bürgerbühnenfestival Mannheim gewonnen.
Auszug aus der Begründung der Jury:
„Eine Besetzung, wie man sie wohl selten auf einer Theaterbühne zu sehen bekommt: Sieben Frauen unterschiedlichen Alters setzen sich mit dem auseinander, was sie tagaus, tagein begleitet: Sie sind dick. Oder empfinden sich so. Oder werden so wahrgenommen. Ihre Lebenserfahrungen liefern das Material, das mit einer großen Vielfalt in Mitteln und Formen umgesetzt wurde; dokumentarische und schmerzhafte Szenen finden sich in der Inszenierung genau so wie absurde und humorvolle Momente. Die sehr souveränen Performerinnen hinterfragen das Schönheitsideal unserer Gesellschaft und ertappen den Zuschauer bei seinen Vorurteilen ein äußerst unterhaltsames und wichtiges Statement gegen Gewichtsdiskriminierung.“
Von unserer Seite ganz dicken Glückwunsch dazu!!!