Wir wünschen einen genussvollen Anti-Diät-Tag

xl-im-sack-logoZur Feier des diesjährigen Anti-Diät-Tages hat sich die GgG e.V. zu einer politischen Aktion entschlossen, die kommenden Montag starten und zwei Wochen andauern wird. Ein Sack geht um und drin steckt die Vorsitzende der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, Natalie Rosenke. Unter dem Motto „Ich will keine Säcke mehr tragen“ wird sie in Berlin vor verschiedenen politischen Einrichtungen stehen, darunter die Parteizentralen, der Bundestag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), um auf die gesellschaftliche Ausgrenzung dicker Menschen aufmerksam zu machen.
Mit dabei hat sie die Sleeping Lady Malta als kostenlose Postkarte, denn ein kleines Geschenk ist immer ein guter Gesprächseinstieg. Der Sack ist interaktiv. Interessierte können auf dem Rücken unserer Vorsitzenden ihre Gedanken zur Aktion hinterlassen, indem sie einen Bierdeckel ausfüllen und aufkleben.
Zum Blog der Aktion
www.xl-im-sack.de

Konfektionsgröße "lovely"

Das britische Startup Neon Moon verzichtet bewusst auf die Kennzeichnung der Größen in Form von Zahlen. Die Kundinnen wählen dort zwischen „lovely“, „gorgeous“ und „beautiful“. Derzeit ist hier noch bei Größe 46 Schluss, doch das feministische Unterwäscheunternehmen plant bereits eine Erweiterung des Angebots.
Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg und hoffen, dass demnächst weitere Größen hinzukommen.
Zum Artikel von bento
„Lovely“ oder „beautiful“? Wie eine Unterwäsche-Marke Kleidergrößen revolutioniert

Dokumentarfilm "Körpergeschichten – vier Frauen, vier Wege"

In den Räumen der Dick & Dünn e.V. Berlin findet am 25. Februar um 18.00 Uhr ein Filmabend statt. Es wird der Dokumentarfilm „Körpergeschichten – vier Frauen, vier Wege“ gezeigt, der Einblick in die Erfahrungen mit „Körperfülle, Abnehmen, Selbst- und Fremdbilder, Körpergefühl und Selbstakzeptanz“ gibt. Im Anschluss an den Film wird es einen Kleidertausch geben.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Dick & Dünn e.V.

Demokonzert gegen Körperhass und Sexismus

11.02.2016, 19:00 Uhr
SO36 in Berllin

Ankündigung von Pinkstinks: „Am 11.02. läuft die 11. Staffel von Germanys Next Topmodel. Millionen von Frauen in Deutschland wird dann wieder erklärt, wie sich die Modelobby die perfekte Frau vorstellt. Gegen diese Diktatur haben wir jahrelang protestiert: Dieses Jahr wird gefeiert! Wir feiern, dass wir ganz viele sind, die keinen Bock auf Rollenvorgaben á la Germanys Next Topmodel haben. Weil die Wirtschaft an Vielfalt schlecht verdienen kann, macht sie uns auch nicht sichtbar. Deshalb werden wir laut. Sehr laut. Mit kurzen aber inspirierenden Panels, einer glamorösen Modeschau aber vor allem mit sehr viel guter Musik und einer fetten Party. Kommt vorbei! Der Eintritt ist frei!“
Wir hoffen sehr, dass Frau Maya Götz im Rahmen der Panels erneut einen Einblick in die vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) in Kooperation mit dem Bundesfachverband Essstörungen (BFE) e.V. durchgeführte Studie zum Zusammenhang von Sendungen wie Germany`s Next Topmodel und Essstörungen gewähren wird.

Gezielte Gewichtsdiskriminierung von Frauen in London

Nachdem im August vom Project Harpoon bereits ausschließlich prominente dicke Frauen attackiert wurden, hat die Overweight Haters Ltd Ende November den Staffelstab übernommen und mit der Gewichtsdiskriminierung von reisenden dicken Frauen in der Londoner U-Bahn begonnen.
Mittel zum Zweck ist hierbei eine Postkarte, die den folgenden Text enthält (Übersetzung aus dem Englischen):
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Die Dickenhasser Ltd.
Es sind mit Sicherheit nicht die Hormone, es ist deine Fresslust …
Unsere Organisation hasst und verabscheut Dicke. Wir sind nicht einverstanden damit, dass du einen derart großen Teil der Nahrungsgmittelressourcen konsumierst während die halbe Welt am verhungern ist. Wir finden es nicht in Ordnung, dass du das Geld des nationalen Gesundheitsdienstes dafür verschwendest, um deine egoistische Fresslust behandeln zu lassen. Und wir können nicht verstehen, warum du nicht begreift, dass du besser dran wärest, wenn du weniger essen würdest. Du wärest dünner, glücklich und könntest einen Partner finden, der kein perverser Fett-Liebhaber ist, bzw. überhaupt einen Partner finden.
Wir sind außerdem dagegen, dass ein so schönes Tier wie das Schwein als Beleidigung verwendet wird. Du bist kein Schwein. Du bist ein fetter, hässlicher Mensch. „Gezielte Gewichtsdiskriminierung von Frauen in London“ weiterlesen

Jeder Körper hat Respekt verdient

Radical Self-Acceptance: An Experiment/Performance by Amy Pence-Brown from Melanie Flitton Folwell on Vimeo.
Manchmal entdeckt man im Web eine Aktion, mit der ein einziger Mensch, der tausende Kilometer weit entfernt lebt, andere Menschen so sehr berührt hat, dass es diese Nachricht bis nach Deutschland schafft. Doch hätte diese Aktion woanders das gleiche Ergebnis gehabt? Wie wäre sie verlaufen, wenn das Zentrum der Aktion ein dicker Mensch gestanden hätte?
Pence-Brown hat diese Frage so sehr beschäftigt, dass sie sich entschlossen hat, eine Aktion von Jae West nachzustellen. Wir freuen uns sehr, dass sie ein vergleichbar positives Feedback erhalten hat. Die ursprünglicher Aktion von Jae West finden Sie hier.

Mit einem Selfie gegen Gewichtsdiskriminierung

Oft findet man im Augenblick der Diskriminierung nicht die richtigen Worte. So erging es auch Rachel Taylor, während sie in einem Geschäft Kleidungsstücke anprobierte. Sie bekam mit, wie ein Mädchen seiner Mutter eines der Plussize Tanktops zeigte und witzelte, dass sie spielend noch zusammen mit einer weiteren Person in das Kleidungsstück passen würde. Die Mutter entgegnete darauf: „Boah, das könntest du wirklich. Das Ding ist ja riesig!“
Rachel Taylor trafen die Worte so hart, dass sie den Laden unter Tränen zusammen mit ihrem Mann verließ, sich später aber entschied zurückzukehren, um ein Photo in genau diesem Top zu machen. Inzwischen hat sie ihr Erlebnis niedergeschrieben und damit vielen Mut gemacht, sich zur Wehr zu setzen – davon abgesehen, steht ihr das Top ausgesprochen gut.
Buzzfeed Artikel
Woman takes a selfie in Old Navy to overcome fat-shaming

Ein Sport-BH für alle Fälle? Eher nicht.

Es gibt Fragen, die dicken Menschen nie gestellt werden. „Welchen Sport treiben Sie am liebsten?“ ist so eine. Immer wieder wird davon ausgegangen, dass Menschen mit hohem Gewicht generell keinen Sport machen. Diesem Vorurteil ist schwer beizukommen, da die meisten Anbieter aus dem Sport- und Fitnessbereich ausschließlich mit dünnen Models werben und teilweise mit Slogans wie „Ran an den Winterspeck!“ sogar eine Art dickes Feindbild aufbauen.
Entsprechend klein ist die Auswahl an echter Funktionskleidung selbst bei auf große Größen spezialisierten Anbietern. Immer noch dominieren hier einfache Baumwolle und Elasthan, obwohl feuchtigkeitsabführende Fasern, bekannt unter Markennamen wie Coolmax®, höchst wünschenswert wären. Dazu kommen oft vollkommen ungeeignete Schnitte vor allem im Bereich der Sport-BHs: Einschneidende Träger ohne Entlastungseffekt, kegelförmige Körbchen und schmale Seitenteile, die Falten zaubern, wo eigentlich keine waren, sind hier mehr die Regel als die Ausnahme. „Ein Sport-BH für alle Fälle? Eher nicht.“ weiterlesen