Süddeutsche Zeitung: Keine Sozialhilfe mehr für dicke "Sportmuffel"

„Übergewichtige“ Sozialhilfeempfänger sollen in Großbritannien zu Sportkursen verdonnert werden, unter der Drohung, ihnen bei Nichtbefolgen die Stütze zu kürzen. Überwacht werden soll das Ganze mit Hilfe einer Chipkarte. Was wie eine schlechte Collage aus Sozialdarwinismus, Healthismus und Überwachungsstaat klingt, ist von den Stadträten der Gemeinde Westminster leider Ernst gemeint.

"Gesunde Pfunde"

Ein Team um die bekannte US-Amerikanische Epidemiologin Katherine Flegal eine neue Metastudie vorgelegt in der Ergebnisse aus weltweit mehr als 100 Studien mit insgesamt mit fast drei Millionen TeilnehmerInnen zusammengefasst wurden, berichtet der Tagesspiegel. Und diese Metastudie bestätigt das Ergebnis von 2005. Das vielgescholtene „Übergewicht“ ist auch nach dieser Studie das Gewicht mit der höchsten Lebenserwartung und nicht das sogenannte Normalgewicht.

Süddeutsche Zeitung: "Nützliches Fett"

Eine globale Übersichtsstudie für die 97 Studien mit insgesamt 2,9 Millionen TeilnehmerInnen aus Amerika, Europa, Asien und Australien ausgewertet wurden, bestätigt wieder einmal das, was für die USA schon 2005 nachgewiesen wurde: nämlich dass Menschen mit „Übergewicht“ (BMI 25-30) und einer „moderaten Adipositas“ (BMI 30-35) länger leben als solche mit „Normal-“ oder „Untergewicht“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die falsche Botschaft des Body-Mass-Index"

Der Artikel bestätigt ein weiteres Mal die Argumentation Martin Hillebrechts, der in der Zeitschrift für Beamtenrecht erfolgreich gegen die Gleichsetzung von dick und krank argumentiert hat. Immer mehr Richter akzeptieren mit Verweis auf diesen Artikel die Verbeamtung von Menschen mit einem BMI größer 30. Nun setzt sich auch in der medizinischen Fachwelt die Erkenntnis durch, dass eine Klassifikation von Menschen nach ihrem Gewicht nichts über ihren Gesundheitszustand aussagt. „Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die falsche Botschaft des Body-Mass-Index"“ weiterlesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Groß und fit soll der Manager sein"

Männlich, mindestens 1,90 groß und einen BMI im unteren Normalgewichtsbereich, so wünschen sich deutsche DAX-Konzerne ihre Manager. Doch nicht nur in den Vorstandsetagen grassiert der Schlankheitswahn, auch im mittleren Management werden abweichende Körperformen kaum noch geduldet. Insbesondere wer dicker als die Norm ist, hat fast keine Chance auf beruflichen Aufstieg, da mögen die fachlichen und sozialen Kompetenzen noch so überzeugend sein. „Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Groß und fit soll der Manager sein"“ weiterlesen

SPON: "Sich dick fühlen kann dick machen"

Wer zwanghaft versucht abzunehmen, läuft Gefahr am Ende zuzunehmen, und verdirbt sich ganz nebenbei den Spaß am Leben. Der Stress, den Abnehmbemühungen auslösen, führt durch Hormonausschüttungen ebenso zu einer Gewichtszunahme wie das unter dem Namen Jojo-Effekt bekannt gewordene Phänomen, dass der Körper bei einer Reduktion der Energieaufnahme den Energieverbrauch im Grundumsatz reduziert. Bestätigt wurde der Umstand, dass die Angst vorm Dicksein nicht dazu führt, dass Jugendliche dünner werden jetzt in einer norwegischen Studie. „SPON: "Sich dick fühlen kann dick machen"“ weiterlesen

SPIEGEL: "Feuerwehr am Sarg"

Traurig, aber wahr: Nun dürfen Dicke nicht einmal mehr in Frieden sterben, denn nachdem sie ein Leben lang die Sozialkassen geplündert haben (wegen der vielen Erkrankungen) und nachdem sie mit der Ineffizienz, die sie bei der Arbeit an den Tag legen, der Volkswirtschaft geschadet, mit ihrem Kalorienverbrauch (Stichwort: Fleischkonsum und CO2) das Weltklima beschädigt und am Ende ein überfordertes Klinikpersonal an den Rand des Bandscheibenvorfalls gebracht haben, haben sie auch noch die Unverschämtheit, mit ihren fetten Körpern die Krematorien zu zerstören! „SPIEGEL: "Feuerwehr am Sarg"“ weiterlesen