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Koordinatorin ist Anke Gühne, Mitglied seit 2010. Sie bereitet eingereichte Vorschläge und eigene Recherchen monatlich für diese Seite auf. Die Presseschau wird geleitet und lektoriert von Friedrich Schorb und eingestellt durch Stephanie von Liebenstein.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Ziel ist es, die relevantesten Artikel zum Thema aufzuführen, was nicht immer sofort nach Erscheinen gelingt. Die Liste wird also fortlaufend erweitert und ergänzt. Die Kommentare unter den Einträgen stammen wie immer aus verschiedenen Federn.
Machen Sie mit! Wir brauchen ständig Freiwillige, die Lust haben, alles Relevante, was sie in den Medien entdecken, einzusenden (presseschau
gewichtsdiskriminierung.de) und ggf. zu kommentieren.
Die Presseschau wurde bislang hervorragend aufgenommen und ist offenbar inzwischen zu einer Art Generalreferenzquelle zu den Themen Gewicht und Gewichtsdiskriminierung aufgestiegen - so zumindest viele begeisterte Zuschriften.
Für die Presse: Für Berichterstattung über uns schauen Sie am besten auf unsere News-Seite - dort ist alles praktisch komplett aufgenommen.
Hier die Einträge:
Barbara Dribbusch
taz.de 05.05.2012
ESSKULTUR Torte ist Sünde, schlank zu sein heißt Selbstkontrolle. Wie Essen bei uns moralisiert wird
Eva Barlösius, Professorin für Makrosoziologe an der Universität Hannover, zeigt auf, dass uns das permanente Nachdenken den Spaß am Essen verdirbt, insbesondere den damit einhergehenden Verlust der positiven Wirkung von gemeinsamen Mahlzeiten. Leider gelte heute Schlankheit eher als Zeichen von Selbstwirksamkeit als beispielsweise Bildung. Die Wissenschaftlerin ist Autorin des Buches "Soziologie des Essens. Eine sozial- und kulturwissenschaftliche Einführung in die Ernährungsforschung".
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig
Dirk Maxeiner
ACHGUT 18.04.2012
Der Zeitgeist beschert uns derzeit eine neue Form von wissenschaftlichen Studien, die alles und jedes auf seine Klimaverträglichkeit hin berechnen. Auch der menschliche Stoffwechsel gerät mehr und mehr ins Fadenkreuz, besonders die Dicken haben es den Klimarettern angetan. Nachdem den Wohlgenährten bislang ihre angeblich höheren Krankheitskosten aufs Butterbrot geschmiert wurden, werden sie jetzt zusätzlich als Klimaschädlinge durchs Ökodorf getrieben.
Der in der Baseler Zeitung vom 13.4.2012 erschienene Text macht auf die immanente Menschenfeindlichkeit der Klima- und anderer Ökodebatten aufmerksam. Mit zum Teil abstrusen Begründungen wird der Mensch durch Umweltaktivisten zur Gefahr für Klima und Natur erklärt, insbesondere dann, wenn er dick und groß und fortpflanzungsfreudig ist.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gegen_das_leben/
=2012%2F05%2F05%2Fa0192&cHash=90fb522e36
Martin Klingst
DIE ZEIT 12.04.2012
Schockieren und wachrütteln: Mit einer groß angelegten Kampagne sagt Amerika dem Übergewicht den Kampf an. Kann das Diätprogramm auch Kindern und Jugendlichen helfen?
Die Beschreibung der Situation im US-Amerikanischen Bundesstaat Georgia scheint zunächst nicht diskriminierend, sondern schildert das "Problem" einfach nur mit der "gebotenen" Drastik. Eine Kampagne, die mit Bildern traurig dreinblickender dicker Kinder und Slogans wie "Ich werde vor meinen Eltern sterben" oder "Er hat die Augen und das Lachen seines Vaters geerbt, und wahrscheinlich auch seinen Diabetes" schockieren und wachrütteln sollen, scheint den Kindern und ihren Familien tatsächlich zu helfen. Immerhin drängten sich seit dem Start der Kampagne die besorgen Eltern vor den Kliniken, denen im Kampf gegen die "Adipositas-Epidemie" jedes Mittel recht zu sein scheint - selbst bariatrische Chirurgie bei Kindern. Ob die dicken Kinder, die auch ohne Schock-Kampagnen schon unter massiver Diskriminierung leiden, auch so begeistert sind von dieser Kampagne, darf allerdings bezweifelt werden. Immerhin erwähnt der Artikel zumindest am Rande, dass es auch Leute gibt, die sich gegen diese Art der "Aufklärung" zur Wehr setzen. Dort heißt es unter anderem, Hass und Gesundheit passen einfach nicht zusammen und: "Awesome" (Großartig) hat kein Gewicht". Wer mehr sehen will: http://istandagainstweightbullying.tumblr.com/
http://www.zeit.de/2012/16/USA-Uebergewicht
Ulf Hanke
DER SPIEGEL 07.04.2012
Die Fettleibigkeit der Deutschen überfordert die Krematorien: Die Anlagen werden ruiniert, Abgase ungefiltert in die Luft geblasen.
Traurig, aber wahr: Nun dürfen Dicke nicht einmal mehr in Frieden sterben, denn nachdem sie ein Leben lang die Sozialkassen geplündert haben (wegen der vielen Erkrankungen) und nachdem sie mit der Ineffizienz, die sie bei der Arbeit an den Tag legen, der Volkswirtschaft geschadet, mit ihrem Kalorienverbrauch (Stichwort: Fleischkonsum und CO2) das Weltklima beschädigt und am Ende ein überfordertes Klinikpersonal an den Rand des Bandscheibenvorfalls gebracht haben, haben sie auch noch die Unverschämtheit, mit ihren fetten Körpern die Krematorien zu zerstören! Im Übrigen sollte es einfach heißen: "Krematorien haben veraltete Maßstäbe und kommen mit den Erfordernissen der Zeit nicht mehr zurecht" – wenn darüber überhaupt gesprochen werden muss.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84789662.html
Red. S-O-Ess
S-O-Ess 30.03.2012
Gemeinsam mit dem Stadtschulrat für Wien veranstaltete das Wiener Programm für Frauengesundheit am 23. März das ganztägige Symposium "Der Kampf ums Gewicht - Möglichkeiten, Grenzen und Gefahrenpotentiale der schulischen Prävention". 150 LehrerInnen, SchulärztInnen und SchulpsychologInnen folgten interessiert den Vorträgen der sieben ReferentInnen.
Die Ausrichter des österreichischen Symposiums stärken mit den Vorträgen zur Überidealisierung von Schlankheit, dem Spannungsfeld von Ernährungsbildung zwischen gesunder Ernährung und Essstörungen sowie zum Thema "Übergewichtige Menschen - Höheres Krankheitsrisiko oder krank geredet" die Position von Schulen als Schutzraum und Bildungsträger in Sachen Antidiskriminierung. Sie berücksichtigen damit, dass es die Schulen immer schwerer haben, "den übermächtigen kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren etwas entgegenzusetzen". Initiiert wurde die Aktion durch die Initiative S-O-Ess. Zur Nachahmung empfohlen
http://www.s-o-ess.at/aktuelles/2012_03_30_Schulsymposium_KampfGewicht.html
extern
CelleHeute 20.03.2012
Kultusminister Dr. Bernd Althusmann hat die wichtige Weichenstellung begrüßt, die von der heute im Niedersächsischen Landtag beschlossenen Schulgesetzänderung zur Inklusion ausgeht: "Die schrittweise Einführung der inklusiven Schule wird die nächsten zehn Jahre prägen. Es freut mich, dass die heutige Weichenstellung im Konsens von CDU-, FDP- und SPD-Fraktion gelungen ist. Das zeigt, dass bei diesem wichtigen Thema im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler eine deutliche Mehrheit an einem Strang zieht", sagte Dr. Bernd Althusmann.
Der Artikel steht stellvertretend für die Entwicklung in den Bundesländern. Nach und nach werden die Übereinkünfte der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) umgesetzt. Das Leitbild der Inklusion bezieht sich nicht nur auf den Bereich von (Nicht-)Behinderungen. In der Pädagogik zielt Inklusion auf Vielfalt in der Bildung und Erziehung und betrachtet Heterogenität als reguläre Gegebenheit. Dies ist ein großer Schritt gegen jede Art von Diskriminierung in Gesellschaft und Schule.
http://celleheute.de/inklusive-schule-kommt-hintergrunde-und-statements/
Red. UK
UK-Unsere Kirche 14.03.2012
Im Kampf gegen Übergewicht setzen Kitas vermehrt auf Sport und Bewegungsspiele.
Der Bewegungskindergarten ist eine logische Konsequenz aus den Erkenntnissen der letzten Jahre. Kinder müssen sich wieder mehr bewegen (können), auch in Kindergarten und Schule. Aber bitte: vergessen wir dabei das Gewicht. Im Umkehrschluss hieße das doch, nur dicke Kinder bewegen sich zu wenig, die anderen haben Bewegung nicht nötig. Aber wollen wir in Zukunft auch auf Menschen mit Rückenleiden mit dem Finger zeigen?
http://www.unserekirche.de/gesellschaft/aktuell/schon-die-kleinsten-sind-zu-dick_8379.html
Christian Busse
heute.de 14.03.2012
Wer dick ist, ist selber schuld - und in den Augen mancher Zeitgenossen ein gesellschaftliches Risiko! "Höhere Krankenkassenbeiträge für Dicke", fordern Politiker immer mal wieder. Doch der GKV Spitzenverband winkt ab: "Kein Thema."
Noch trotzt die gesetzliche Krankenkasse den regelmäßig wiederkehrenden Rufen, Dicke und andere vermeintliche Risikogruppen mit höheren Beiträgen zu belegen. Doch auch ohne höhere Krankenkassenbeiträge leiden dicke Menschen unter Diskriminierung.
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,8491308,00.html
Dr. Azubi
DGBjugend 12.03.2012
Hallo ihr Lieben, Ich hab ein großes Problem. Am Montag meinte meine Bezirksleiterin ich soll doch mal abnehmen, weniger Zuckerwasser trinken und keine Weißgebäcke mehr essen, weil ich angeblich durch mein Gewicht nicht so schnell arbeiten könnte. Meine Ausbilderin sieht das genauso. Und nun wird stets und ständig drauf geachtet was ich trinke und esse. Ich steh auf Arbeit nur noch unter Druck und darf mir dazu noch anhören, dass sie mich am liebsten seit Dezember kündigen würde.
Was soll ich tun?
Würde ich bei einer Kündigung meinerseits Geld vom Amt bekommen?
Eine Auszubildende wird wegen Ihres Gewichts diskriminiert. Die gewerkschaftliche Beraterin informiert umfassend zum Thema Mobbing und gibt wertvolle Tipps, die sich an betroffene Jugendliche richten.
http://www2.dgb-jugend.de/ausbildung/online-beratung/drazubi/2012/03/11/kuendigung/
Duschdiva
Dialog-über-Deutschland 11.03.2012
Was hilft dem Zusammenhalt der Gesellschaft? Wie können wir kinderreicher und wie familienfreundlicher werden? Wie können Staat und Gesellschaft für mehr Sicherheit sorgen – zum Beispiel im Wohnumfeld, auf der Straße oder im öffentlichen Nahverkehr? Wie lässt sich Bürgerbeteiligung konkret besser organisieren?
Auf der Internetplattform "dialog-ueber-deutschland.de" kann jeder im Bürgerdialog konkret eigene Handlungsvorschläge machen und von eigenen Erfahrungen berichten. Dieser wird dem Zukunftsdialog der Kanzlerin (seit Frühjahr 2011) zur Seite gestellt. Die Autorin beantwortet die Frage "Wie wollen wir leben?" mit einem klaren STOPP der Gewichtsdiskriminierung. Bitte mitmachen und abstimmen, damit die Initiative gehört wird!
Jasmin
Dick, aber nicht doof 02.03.2012
Im Film Körpergeschichten (vier Frauen – vier Wege) des Lebenskünstlerinnen e.V. erzählen die Protagonistinnen Rivka, Ursula, Simone und Martina über ihr Leben als übergewichtige Menschen in Deutschland.
Der Film von LEBENSKÜNSTLERINNEN e.V. wird vorgestellt in einem Internetblog, der sich "Dick, aber nicht doof" nennt und das Thema "Diskriminierung und wie gehen wir damit um" von verschiedenen Seiten angeht. An dem Film stört, dass er hauptsächlich von Diäten handelt. Es ensteht der Eindruck, als ginge es hier vorrangig darum zu zeigen, wie dicke Frauen durch Diäten wieder dünn werden. Die Lösung von Gewichtsdiskriminerung ist aber sicher nicht, dass alle dünn werden sollen, und Selbstbewusstsein sollte nicht von der Wahrheit der Waage abhängen.
http://www.dick-aber-nicht-doof.de/rezensionen/rezension-korpergeschichten/#more-195
Sonja Wehsely
wien.at 29.02.2012
Das Wiener Programm für Frauengesundheit hat 2011 den Wettbewerb "We like everyBODY! Unsere Schule ohne Schlankheitswahn" ins Leben gerufen. Gesucht wurde eine Werbe- und PR-Kampagne, die von Schülerinnen und Schülern für die eigene Schule entwickelt wurde und die auf einen positiven und gesunden Zugang zu Aussehen und Gewicht abzielte.
Vielleicht findet der Schulwettbewerb ja auch Nachahmung in Deutschland.
http://www.wien.gv.at/rk/msg/2012/02/29004.html
admin
Alles Klischees 20.02.2012
"Dicke Menschen essen alles, was ihnen zwischen die Finger kommt, sind faul, müssen ständig nach Luft schnappen und achten nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild" – nur ein kleiner Teil der abfälligen Vorurteile, mit denen übergewichtige Menschen tagtäglich konfrontiert werden.
Eine Webseite, die sich mit Klischees, Vorurteilen und Diskriminierung in allen Bereichen der Gesellschaft auseinandersetzt. Besonders die emotionale Dimension wird hier empathisch nachvollziehbar beschrieben.
http://www.alles-klischees.de/dicke-menschen-faul-und-ungepflegt/
Eva Sudholt
WELT online 19.02.2012
Tine Wittler kennt man als fröhliche TV-Moderatorin. Doch der öffentliche Umgang mit ihrer Figur hat ihr zugesetzt. Nun hat sie über ihren Weg zu mehr Gelassenheit geschrieben.
Tine Wittler setzt sich in ihrem neuen Buch "Wer schön sein will, muss reisen. Ein Selbstversuch im Land der runden Frauen" mit sich und dem Thema auf selbstbewusste und unkonventionelle Art auseinander. Der Artikel beschreibt ihre Beweggründe und ihre Recherchen zum Buch. Sehenswert ist auch Wittlers Auftritt bei Markus Lanz: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/920240#
/beitrag/video/1576396/Markus-Lanz-vom-23-Februar-2012
http://www.welt.de/fernsehen/article13875424/Als-Kind-war-ich-echt-am-Arsch-dick-und-blind.html
Nora Gantenbrink
Spiegel online 10.02.2012
Warum dürfen Models in Kolumbien weiblich sein, während in Paris und New York nur Hungerhaken über den Laufsteg staksen? Stefan Eckert muss es wissen, er arbeitete als Modedesigner für Wolfgang Joop und Alexander McQueen. Ein Gespräch über Ideale.
Ein "radikaler Gegenentwurf zum perfektionsorientierten Mainstream ... die Helden des Grunge waren für die Jugendlichen endlich erreichbar... Grunger wären nie auf die Idee gekommen, Diät zu halten, um so ihren Stars näher zu sein... Dann wurde es leider schick, so dünn zu sein." - Was ein Zufall aber auch! War es das vorher etwa nicht? Oder hatte es tatsächlich, speziell bei den Frauen, nochmal eine Verschiebung von sehr schlank zu extrem dünn gegeben? Und wenn die Grunger so "persönlich" und "authentisch" waren – warum gab es dann keine Dicken unter ihnen? Oder gab es die, und die werden hier nur nicht erwähnt? Tja, wie konnte es dann wohl nur dazu kommen, dass es ausgerechnet only schick werden konnte, dünn zu sein – und nicht etwa die einen dünn, und die anderen dick, und damit eben "echt"? Aber das stand wohl nicht zur Debatte, wenn es darum ging, doch so "authentisch" zu sein? Welch eine "Befreiung"! Für die ganz Dürren vielleicht – unabhängig davon, ob sie dies nun mit oder ohne Drogen waren. Warum aber eigentlich nur für die? Und wow: Twiggy als Ausdruck des politisch aktiv Seins und der Friedensbewegung? Gab es diese Twiggy nicht vielleicht TROTZ dessen und eher als Ausdruck der Modebranche dieser Zeit, die versuchte, dennoch ihr Geschäft zu machen. Denn erstens waren nicht alle politisch aktiv und friedensbewegt, und zweitens hat sich auch dieser kritische Bevölkerungsteil den schlanken Idealen weder verwehrt noch verweigert. Und aus einem möglichen Parallelflug der Mode, nämlich einer gewissen "Befreiung" der Frau von der eingeschnürten Taille, wurde ein Heroinlook. Zwar vielleicht auch passend zur Zeit, aber für alle anderen wurde der Hungerhakenlook zur "Einschnürung" des ganzen Körpers. Und zum Vorbild für die Sucht nach dem Mageren. Wie relativ doch Freiheitsbegriffe sind. Ein Mann aus der Modebranche, der sagt: "Männer mögen keine dürren Frauen. Definitiv. Männer lieben Frauen mit weiblichen Formen." Ein Mann aus der Modebranche, der gleichzeitig die "dürre" Mode erklärt und verteidigt. Ein Mann aus der Modebranche, der keine Widersprüche in seinen Ausführungen entdeckt. (Obwohl sie dem Leser des Interviews förmlich ins Auge springen!) Männer mögen also keine dürren Frauen. Könnte ein Teil des Geheimnisses vielleicht darin liegen, dass viele der Männer, die Mode für Frauen machen, gar nicht auf Frauen stehen? Denen bei Frauen(!)-Mode also androgyne Formen sehr entgegenkommen? Diese Modeschöpfer und ihre Ausführungsorgane, gerne mit "F" beginnend, wie Film, Fernsehen und Frauenzeitschriften, prägen allgegenwärtig unsere Sehgewohnheiten. Demgemäß ist dünn gut und dick bäh. Und auf den Laufstegen unserer Schönheitsideale für Frauen finden noch nicht mal weibliche Merkmale ihren Platz. Von weiblichen FORMEN gar nicht zu sprechen.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,812911,00.html
Kate Dailey
BBC News Magazine 09.02.2012
A Georgia hospital designed a campaign to tell hard truths about childhood obesity. Is it tough love or too harsh?
In den USA, genauer gesagt im Bundesstaat Georgia, findet gegenwärtig eine besonders abstoßende Gesundheitskampagne gegen dicke Kinder statt. Erfreulicherweise regt sich aber auch Widerstand. Ein schönes Beispiel wie kreativ sich menschenfeindliche "Gesundheitskampangen" bekämpfen lassen.
http://www.bbc.co.uk/news/magazine-16939718
Red.
Deutsch Türkische Nachrichten 08.02.2012
Ein Fashion-Guru mag Modeschöpfer Karl Lagerfeld ja sein. Ob das auch für sein Taktgefühl gilt, sei dahingestellt. Immerhin bezeugte er der britischen Pop-Queen Adele zwar eine schöne Stimme, bezeichnete sie im selben Atemzug aber als "zu fett". Ungesühnt bleibt solch ein Urteil nicht.
Wir brauchen mehr solche Vorbilder wie Adele. Während die Fans mit ihrem Idol sympathisieren und sich mit ihm identifizieren, verändern sie ihr eigenes Bild Dicken gegenüber stärker als jeder Vortrag, jede Studie es könnte.
Miriam Stumpfe, Prof. A Peters
BR Bayern2 27.01.2012
Leben dicke Menschen ungesünder als dünne? Sind zusätzliche Pfunde tatsächlich so bedenklich, wie Gesundheitsratgeber oft warnen? Welchen medizinischen Nutzen haben Aufklärungs- und Abnehmkampagnen? Prof. Achim Peters im Gespräch mit Miriam Stumpfe
Prof. Peters, Entwickler der Selfish-Brain-Theorie, liefert seine wissenschaftlichen Ergebnisse verständlich für Jedermann. Ein bemerkenswertes Interview, auch als Podcast. Zur weiteren Information: Publikationen der Universität Lübeck:
Übergewicht und Gehirn:
Energieverwaltung falsch programmiert: http://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/uebergewicht-und-gehirn-energieverwaltung-falsch-programmiert.html
Übergewicht: Warum unser Kopf Diäten sabotiert: http://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/uebergewicht-und-gehirn-energieverwaltung-falsch-programmiert.html
Selfish Brain: http://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/selfish-brain/1.html
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/gespraech-achim-peters100.html
Josef Hueber
Novo Argumente 23.01.2012
"Lasst dicke Männer um mich sein!" – So hat es einst William Shakespeare dem misstrauischen Cäsar in den Mund gelegt und ihm damit ein Bekenntnis entlockt, das nicht gerade einen Mangel an Verständnis vom Zusammenhang zwischen Körpergewicht, Gemütlichkeit, Menschenfreundlichkeit und vielleicht sogar Verlässlichkeit verrät. Aber die Tage sind längst gezählt, als man den Dicken gegenüber freundlich gesinnt war.
Dieser Artikel ist ein Muss. Er sollte zur Pflichtlektüre für Eltern, Lehrer/innen, Kindergärtner/innen, Ärzt/innen usw. gemacht werden.
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001051
Eva-Maria Geilersdorfer
Süddeutsche Zeitung 19.01.2012
Nachdem sie ihren "großen Hintern" losgeworden ist, erreicht die pummelige Maggie alles, was sie sich wünscht: Das Kinderbuch "Maggie Goes on a Diet" sorgt seit Monaten für Furore in den USA. Sein Einfluss auf Heranwachsende sei katastrophal, warnen Kritiker.
Um schon kleinen Mädchen klar zu machen, dass das wichtigste Ziel im Leben ein schlanker Körper ist, hat der US-amerikanische Kinderbuchautor Paul Kramer das Buch Maggie Goes on a Diet geschrieben. Doch die Idee, schon Vorpubertierenden beizubringen, dass Erfolg im Leben lebenslanges Diäten bedeutet, ging selbst denjenigen zu weit, die sonst immer gerne vor einer Übergewichts-Epidemie bei Kindern warnen. Jetzt heißt das Buch Maggie Eats Healthier. Der Inhalt bleibt gleich.
http://www.sueddeutsche.de/leben/diaet-buch-fuer-kinder-durch-dick-und-duenn-1.1261424
Ralf Kaminski
Migros 03.01.2012
Dicke Menschen haben es oft doppelt schwer: Einerseits werden sie wegen ihres Äusseren diskriminiert, andererseits kämpfen sie oft mit den körperlichen Folgen ihres Übergewichts. Das halten viele nur mit gesundem Selbstvertrauen aus.
In dem Schweizer Onlinemagazin kommen mehrere Betroffene zu Wort, die eindrucksvoll zeigen, welchen Einfluss die gesellschaftliche Meinung auf ihr Leben hat. Der Autor bemüht sich um eine Einordnung in die Antidiskriminierungsdebatte, bedient sich jedoch einer Vielzahl von Klischees bei der Beschreibung der Ursachen von Dickleibigkeit. Auffällig: als Lösung werden überwiegend Operationen und Gewichtsabnahme vorgestellt.
http://www.migrosmagazin.ch/menschen/portraet/artikel/der-kampf-gegen-pfunde-und-schraege-blicke
Malena
Missy Magazine 26.12.2011
Bereits beim Schularzt/der Schulärztin ist die Sorge um die Gesundheit des dicken Kindes vornehmlich auf sein »Über«-Gewicht beschränkt. So muss man in den niederen Schulstufen vor der gesamten Klasse abgewogen werden und in den höheren Schulstufen mit 3-5 anderen gleichgeschlechtlichen Kindern. Vor den anwesenden MitschülerInnen wird das dicke Kind dann darüber belehrt, was es wann und wie essen darf und wie oft es sich bewegen soll. Es wird ihm mitgeteilt, dass es doch Diät machen soll und abnehmen müsse. Es wird ausgefragt, was und wie es isst und wie viel es sich bewegt. Im Unterschied dazu wird ein »normalgewichtiges« Kind nicht gefragt, wie viel es sich bewegt oder was es isst.
Wenn Dickenhass Einzug in die Medizin hält, weil Dicke unser Gesundheitssystem angeblich belasten, dann fragen wir uns zu Recht: Was hat das eigentlich noch mit Gesundheit zu tun? Ein sehr persönlicher und doch allgemeingültiger Weblog.
http://missy-magazine.de/2011/12/26/%C2%BBwir-sorgen-uns-um-ihre-gesundheit%C2%AB/#more-13715
David William Haslam
WELTonline 20.12.2011
Früher wurde Fettleibigkeit mit Reichtum und Gesundheit in Verbindung gebracht. Heute ist es der letzte akzeptierte Grund für öffentliche Diskriminierung.
Haslam, Forscher am britischen "National Obesity Forum", beschreibt die Diskriminierung in verschiedenen Kontexten und klagt damit Wissenschaft und Gesellschaft an.
Werner Bartens
Süddeutsche.de 16.12.2011
Wer arm ist, muss früher sterben - das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie. Die Regierung hat die Interpretation umgehend für falsch erklärt und beruft sich auf die bekannten Risikofaktoren wie falsche Ernährung und mangelnde Bewegung. Doch damit versucht ein immer noch reiches Land sein eigenes Versagen in der Arbeits- und Sozialpolitik zu vertuschen.
Die langjährige Praxis der "Schuldzuweisung an die Unterprivilegierten" durch verschiedenste politische Kampagnen wird an den Pranger gestellt. Mittels einer ausführlichen Beschreibung der wachsenden sozialen Unterschiede stellt der Artikel ein Armutszeugnis an Regierung und Gesellschaft aus.
ots
Diabetes Ratgeber 29.11.2011
Umfrage: Vier von zehn Bundesbürgern sind der Ansicht, übergewichtige Menschen hätten einfach keine Selbstdisziplin - Fast genau so viele empfinden aber auch Mitleid.
Von "abstoßend" bis "Mitleid erregend" reichen die Einschätzungen der Befragten. Einige gehen also mit sich selbst hart ins Gericht, glauben, es mangele ihnen an Selbstdisziplin. Hier ist weiterhin breite Aufklärung nötig , die der Diabetes Ratgeber der Apotheken im Sinne seiner Leser und nicht im Sinne seiner Lieferanten wahrnehmen sollte.
Klar muss sein: Weder Mitleid noch Anschuldigungen sind angemessen im Umgang mit dicken Menschen.
http://www.presseportal.de/meldung/2156351
Red.
Rhein-Zeitung 18.11.2011
Millionen schauen zurzeit Sonntag für Sonntag die Sat.1-Kuppelshow "Schwer verliebt". Auf der Suche nach ihrem Traummann ist auch Sarah aus Fischbach in der Nähe von Idar-Oberstein zu sehen: Doch von Liebe ist in ihrem Leben im Moment nichts zu spüren, im Gegenteil. Sat.1 macht aus der jungen Frau öffentlich eine Lachnummer. Und das will sich die 27-Jährige nicht mehr gefallen lassen.
"Schwer verliebt" heißt eine der vielen Kuppelshows, in denen Menschen, die weder wie Heidis Topmodels aussehen noch wie PR-Berater reden können, öffentlich vorgeführt werden. Die produzierenden Sender, in diesem Fall SAT 1, folgen dabei dem Prinzip der "scripted reality". Die KandidatInnen werden für ein Taschengeld als Sonderlinge in unvorteilhafter Kleidung mit vorgefertigten Texten und Szenen vor einem Millionenpublikum der Lächerlichkeit preisgegeben. Eine der Kandidatinnen von Schwer verliebt hat sich trotz Knebelvertrag gegen ihre öffentliche Zurschaustellung gewehrt und dabei Unterstützung von der lokalen Rheinzeitung erhalten. Was als Provinzposse begann, wurde zum handfesten Medienskandal. "Schwer verletzt".
Der Artikel, mit dem alles losging:
http://www.rhein-zeitung.de/regionales/extra_artikel,-Schwer-verletzt-Sarah-in-den-Faengen-der-SAT1-Kuppelshow-%E2%80%9ESchwer-verliebt%E2%80%9C-_arid,338534.html
Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/medien/medienaufsicht-kritisiert-kuppelshows-essen-shoppen-skandal-1.1218051
Auch "Die Presse" aus Österreich berichtet:
http://diepresse.com/home/kultur/medien/712330/Skandal-um-Schwer-verliebt_Alles-nach-Drehbuch
Mehrere TV-Magazine berichteten über die Praktiken bei der Sat 1-Kuppelshow:
Medienmagazin ZAPP (NDR)
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp4851.html
Frontal 21 (ZDF)
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,8415872,00.html
Und schließlich noch ein Link auf Sarahs Seite:
http://aufsarahsseite.rhein-zeitung.de/
Red. Ärzte Zeitung
Ärzte Zeitung 15.09.2011
Es müssen nicht immer Modelmaße sein: Einer Umfrage zufolge steht in Deutschland jeder vierte Mann auf fülligere Frauen. Aber auch Männer dürfen gerne ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) im Auftrag des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber" soll ebenso herausgefunden haben, dass das Hauptaugenmerk bei der Partnersuche immer noch auf einer guten Figur liegt. Was bitte ist die Definition für "gute Figur"? Es zeigt sich doch: Im Alltag gibt es keine Fotoretusche!
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/670250/ueppige-pfunde-keine-liebeskiller.html
BLOG Don Alphonso
FAZ.net 06.09.2011
Das ist, man muss es leider sagen, die hier inzwischen traditionelle Tegernsee-Diät, ein Teil weniger essen und ein Teil Segnungen der Schönheitsmedizin. Wenn es erst mal leichteres Botox gibt, wird es sicher als Premium-Botox angeboten, das Botox, das prall macht, ohne auf das Gewicht zu schlagen, das Botox für den modernen Menschen, leicht und prall. Seit 40 Jahren kennt diese Industrie nur eine Entwicklung, es geht nach oben, und längst arbeitet man nicht mehr mit einfachen Faustformeln, sondern dem Body Mass Index, eine Formel, ja gar ein medizinisches Modell, dessen Entwicklung fast so komplex wie amerikanische Schuldenderivate ist, und obendrein mindestens so viel Lebensfreude bringt.
Keine Diättipps a la Brigitte, eher das große Augenzwinkern - unbedingt empfehlenswert/lesenswert das Rezept für ein "Frühstücksei"
http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/09/06/die-grosse-tegernsee-diaet.aspx
Thomas Frankenfeld
Hamburger Abendblatt 03.09.2011
Die Bilder von hungernden Menschen wie in Somalia, von ausgemergelten Kindern mit riesigen Augen, gehen uns ans Herz. Immer mehr Menschen leiden unter extremer Unterernährung - längst ist die Grenze zu einer Milliarde überschritten. Ihnen steht eine skandalöse Zahl gegenüber: Mehr als eine Milliarde Menschen in reichen Staaten sind übergewichtig. Und sie essen nicht nur zu viel - sie vernichten derart viele Lebensmittel, dass alle Hungernden dieser Erde davon überreich ernährt werden könnten.
Valentin Thurn zeigt in seinem Dokumentarfilm "Taste the Waste" beispielsweise den Supermarkt, der abgelaufene Waren aussortiert, den Bauern, der schon auf dem Feld Kartoffeln aussortiert und den Pariser Großmarkt, wo tagtäglich Unmengen von Obst und Gemüse weggeworfen werden. Es soll ein eindringlicher Apell an uns alle sein und den Blick schärfen. Autor Frankenfeld sieht zum Filmstart zuerst die Übergewichtigen als Nahrungsvernichter. Neben die Empörung stellt sich klar die Erkenntnis: Thema verfehlt, setzen!
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2013540/Jede-Familie-wirft-Essen-fuer-400-Euro-weg.html
Hans-Jörg Schmidt
WELT online 31.08.2011
Die Hälfte der tschechischen Soldaten hat Übergewicht, jetzt greift der Generalstab durch. Die Armee wird auf Diät gesetzt.
Der Artikel beleuchtet das Thema mit der nötigen Gelassenheit. Hoffen wir, dass beim Verabreichen von Diätpillen der Gehorsam innerhalb der (tschechischen) Armee aufhört.
OXFORD / ACTON (ikr)
Ärzte Zeitung, 31.08.2011
BMI und Sport beeinflussen das Hüftfrakturrisiko unabhängig voneinander: Je höher der BMI, desto niedriger das Frakturrisiko. Und wer sportlich aktiv ist, hat weniger Hüftfrakturen als Inaktive.
Die Ergebnisse sprechen für Aktivität und Bewegung bei weiblichen Formen. Bitte keine Diäten, die den Hormonhaushalt nachhaltig schädigen. Frau sein und dabei selbstbewusst aktiv! Der Artikel enthält ein schönes Bild einer dicken sportlichen Frau.
Jan Freitag
Sueddeutsche.de 30.08.2011
Wer nicht schlank ist, hat es als Schauspieler schwer im Privatfernsehen. Gebührte dem Wohlstandsbauch früher Respekt, symbolisiert die Leibesfülle heute Maßlosigkeit und Ungeschick. Besonders Frauen wird immer dieselbe Rolle angeboten: die dicke Ulknudel. Jüngstes Beispiel ist die Sat-1-Komödie "Plötzlich fett". Ausnahmen gibt es kaum.
Der Autor zeigt auf, dass es derzeit nur wenigen Regisseuren gelingt, "Charakterzüge eines nicht schlanken Menschen aus der Erzählung heraus zu entwickeln". Stattdessen zelebrieren die Filmemacher ihre Vorstellung von Übergewichtigen als Randgruppe in der Gesellschaft. Bei normalgewichtigen Frauen wie Barbara Schöneberger, Andrea Kiewel und Diana Arnft zeigt sich, dass im Medium Fernsehen noch nicht einmal der vielbemühte BMI zu Normalität in der Wahrnehmung verhelfen kann.
http://www.sueddeutsche.de/medien/dicke-im-fernsehen-einmal-ulknudel-immer-ulknudel-1.1136521
Arnd Schweitzer
Stern.de 26.08.2011
Deutschland nimmt zu: Übergewicht ist die Volksseuche Nummer eins. Der Hirnforscher Gerald Hüther erklärt, warum Menschen aus Frust futtern - und was dagegen getan werden kann.
Ein Plädoyer für eine veränderte Beziehungskultur mit gegenseitiger Wertschätzung, gesellschaftlicher Beteiligung und gemeinschaftlichen Ritualen. So weit, so gut. Dicke sind in diesem Szenario allerdings arme Verlierer, die so wenig Kontrolle über ihr Leben haben, dass man nicht von ihnen erwarten kann, dass sie die Kontrolle über ihr Gewicht wiedergewinnen. Eine etwas hilflose Theorie angesichts von dicken erfolgreichen Leute wie Sigmar Gabriel, Tine Wittler und Sabine Asgodom.
Univ. Prof. Dr. Elisabeth Ardelt-Gattinger
Univ. Ass. Dr. Susanne Ring
Ass. Prof. Dr. Hans Lechner
Salzburg Obesity Academy
Adipositas im Kindes- und Jugendalter:
Die Angst vorm Fettsein und ihre Folgen
Es handelt sich um eine Präsentation relevanter Forschungsergebnisse zum Thema. Besonders interessante Aspekte werden dargestellt, z.B. Körperbilder von Jugendlichen, Überkontrolle, Selbstwirksamkeit u.a.
www.schule.at/dl/Angst_v_Fetts_graf_mit_LOGO.ppt
KURT DE SWAAF
derStandart.at 23.08.2011
Gesunde Nahrungsmittel müssen billiger werden, meint Elisabeth Ardelt-Gattinger, Psychologin und Adipositas-Expertin. Kurt de Swaaf sprach mit ihr über die Sucht nach Essen, Lebensstil und paradoxe Prozesse im Gehirn.
Ardelt-Gattinger vom Psychologischen Institut der Universität Salzburg hat das sogenannte Interdisziplinäre Testsystem zur Diagnostik und Evaluation bei Adipositas und anderen durch Ess- und Bewegungsverhalten beeinflussbaren Krankheiten (AD-EVA) entwickelt. Sie beschreibt im Interview neuere Forschungen zu Gehirnabläufen und entlastet Dicke damit zu einem gewissen Grad von persönlicher Schuld. Allerdings sind Dicke für sie ausnahmslos essgestörte Kranke: Übergewicht stellt sie auf eine Stufe mit Infektionskrankheiten ("Epidemie") und Suchterkrankungen und präsentiert als Lösungsansatz die Prävention in Form von attraktiveren Bewegungsmöglichkeiten und veränderter Preispolitik für Lebensmittel.
Das ist einerseits wenig originell, andererseits halten wir es für gefährlich, dass Ardelt-Gattinger auch kerngesunde Dicke ab einem BMI von über 40 einer bariatrischen OP anempfiehlt. Damit ebnet sie der aufschießenden Welle von operationswütigen Adipositas-Zentren den Weg. Wir befürchten: Hier geht es mehr ums Geld, das man mit den OPs verdienen kann, als um die Verbesserung dicker Gesundheit.
http://derstandard.at/1313024962124/Interview-Fettsucht-ist-eine-Epidemie
Redaktion REPORT MAINZ
Das Erste / SWR 22.08.2011
Die Anzeigen reichen quer über eine Seite der "Bild-Zeitung". Auf zwei Dritteln der Fläche wirbt die Drogeriemarkt-Kette "dm" für Sonnencremes und günstige Dauerpreise. Rechts davon in der gleichen Anzeige gibt das Verbraucherschutzministerium Tipps für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das Logo der Drogeriemarkt-Kette "dm" erscheint jedes Mal in unmittelbarer Nähe zum Bundesadler des Ministeriums und zum Porträtfoto des Staatssekretärs.
Wir sehen einen Fall von Regierungssponsoring, dessen Ausmaß kaum zu überblicken scheint. Die Redaktion schildert, wie Ministerien durch Unternehmen (z.B. dm, Nolte Küchen, Bertelsmann...) gesponsert werden und offensichtlich werden dürfen. Die Frage nach der Moral stellt sich allenfalls – ertappt – im Nachhinein. Besonders schlimm: In der Sache ging es hier um Ernährungsfragen. Die inhaltlich mageren Aussagen lassen vermuten, dass die Verwicklungen zwischen Regierungspolitik und Profitwirtschaft nur einen einseitigen Nutzen darstellen. Parallelen zu früheren Kampagnen gegen dicke Kinder lassen sich sicher herstellen und rufen nach weiteren Recherchen.
http://www.swr.de/report//id=233454/mpdid=8488198/nid=
233454/did=8488198/1ey27ep/index.html
Jana Zeh
n-tv.de 19.08.2011
Es gibt kaum ein anderes Thema, das in Gesundheitsmagazinen mehr beleuchtet wird als das Traumgewicht. Viele Menschen quälen sich auf dem Weg zum Idealgewicht durch Diäten und sind deprimiert, wenn es mit dem Abnehmen nicht so klappt wie erwartet. Warum Übergewicht nicht automatisch mit Krankheit in Verbindung gebracht werden darf, dass Fett am Bauch bedenklich ist und welche Rolle der Schlaf beim Abnehmen spielt, erklärt der Fettforscher Johannes Klein im Gespräch mit n-tv.de.
Was Sie schon immer über Fett wissen wollten...und die sehr wichtige Erkenntnis, dass Gesundheitsratschläge nicht mit Gewichtsfixierungen verbunden sein sollten.
http://www.n-tv.de/wissen/Fett-ist-nicht-gleich-Fett-article4029171.html
Red. Stern
STERN 17.08.2011
Jahr um Jahr wächst die Nation. Nicht an Zahl, sondern an Masse. Trotz Schlankheitsideal und Topmodel-Kult ist Übergewicht die Volksseuche Nummer eins. Der stern titelt deshalb "Echt fett!". Werfen Sie einen ersten Blick ins neue Heft!
… und schauen Sie, welche Werbekunden sich das Thema gekauft haben. Der Artikel präsentiert neu aufgekochte alte Klischees, garniert mit Bildern und Zitaten von Dicken, die sich selbst und ihr Leben für verfehlt halten.
http://www.stern.de/aboknoten/der-neue-stern-deutschland-xxxl-1720154.html
BIRGIT TOMBOR
dieStandard 01.08.2011
Vereine gegen Dickenhatz: Nicht Übergewicht, sondern gesellschaftliche Diskriminierung macht dicke Menschen krank
Hier findet sich ein gelungener Überblick zur Problematik gegen Gewichtsdiskriminierung und damit für gesellschaftliches Umdenken. Auch die Politik unserer Nachbarn braucht da noch Nachhilfe.
http://diestandard.at/1311802349443/Gewichtsdiskriminierung-Groesse-Doppel-X-und-trotzdem-fit
Achim Peters
Welt am Sonntag 24.07.2011
Übergewichtige Menschen werden weltweit als faul und unmotiviert diskriminiert. Ist Abnehmen tatsächlich nur eine Frage des Willens und der Disziplin? Für den Arzt und Buchautor Achim Peters liegt die Sache anders
Achim Peters liefert viele Denkanstöße und bedient sich einer Sprache, die Lust auf mehr macht. Beispiel: "Das Perfide am Geschäft mit der Illusion vom Alles-ist-möglich-wenn-man-nur-diszipliniert-genug-abnimmt, besteht darin, dass sie das Denken vergiftet - auch beim schlanken Rest der Bevölkerung." Tiefgründig kann man sich auch in seinem Buch "Das egoistische Gehirn. Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft" weiter informieren.
http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13504314/Immer-auf-die-Dicken.html
dapd
Curado 02.07.2011
Ein hoher Körperfettanteil führt offenbar nicht immer zu einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes. In einer neuen Studie verweisen Wissenschaftler auf ein Gen, das einerseits in Verbindung mit einem geringen Fettanteil steht, andererseits aber auch einen starken Zusammenhang mit diesen Beispielen metabolischer Erkrankungen aufweist.
Angeblich war das Ergebnis für die Forscher eine "unerwartete Entdeckung". Für die Macher des Gesundheitsportals ist es das wohl auch. Bleibt zu hoffen, dass die eigene Berichterstattung auch in das Gesamtkonzept einfließt. Der Bereich "Übergewicht" bedient derzeit leider fast jedes Klischee.
http://www.curado.de/Special-Uebergewicht-17068/
Red. Curado GmbH
Curado 03.06.2011
Die motorische Leistungsfähigkeit ist bei Kindern mit Übergewicht vermindert. Im Vergleich zu Normalgewichtigen besitzen übergewichtige Kinder weniger Ausdauer und Koordination und sind teilweise auch nicht so kräftig. Das lässt auf schlechtere visuell-räumliche Fähigkeiten schließen.
An dieser Stelle sei die Frage erlaubt, was unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Arbeit veröffentlicht werden darf. Sage und schreibe 32 (!) Kinder wurden untersucht, im Auftrag einer Fachzeitschrift namens "Appetite". Da vergeht einem derselbe.
http://www.curado.de/Kinder-Uebergewicht-Vorstellungskraft-19592/
dpa
Augsburger Allgemeine (u.v.a.) 26.05.2011
Deutschlands Kinder sind zu dick, ernähren sich ungesund, bewegen sich zu wenig: Um dem mit gezielteren Programmen entgegenzuwirken, sind erstmals bundesweit 8000 Grundschüler befragt worden. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund erstellt. Die Kinder wurden etwa gefragt, was sie essen, was sie über Ernährung wissen und ob sie lieber am Computer oder auf dem Fußballplatz spielen. Detlev Geiß vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sagte, es rolle «ein Tsunami» auf das Gesundheitssystem zu. Er forderte zum Handeln auf.
Die hier komplett abgedruckte Pressemitteilung wird wohl zu einem erhöhten Kostendruck auf die Sozialsysteme führen. Trotz fehlender gemeinsamer Qualitätsstandards werden unzählige verschiedene Erziehungsprogramme aufgelegt werden. Fördergelder versanden, weil Nutzennachweise nicht gefordert werden.
Red. Curado GmbH
Curado 25.05.2011
Wenn keine Diät oder "Lebensstil-Intervention" geholfen hat und wenn die diabetische Erkrankung weiterhin besteht, so führen Ärzte am Universitätsklinikum [Leipzig, Anm. Presseschau] in Einzelfällen die sogenannte Schlauchmagenresektion durch.
Es ist davon auszugehen, dass das Universitätsklinikum Leipzig und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft es besser wissen müssten. Wer hinterfragt, wie viel Leid die Kinder ertragen müssen und welchen psychischen Schaden sie nehmen?
http://www.curado.de/Adipositas-Chirurgie-Kinder-Jugendliche-19477/
sueddeutsche.de /dpa/Christiane Oelrich/holz
sueddeutsche.de 10.05.2011
Vor einem Jahr setzte Thai Airways seine Flugbegleiter auf Diät - wer den vorgegebenen Taillenumfang nicht erreicht hat, wird jetzt strafversetzt. Den Aufruhr um diese Anweisung kann die Airline nicht verstehen.
Der Artikel zeigt verschiedene Facetten der Diskriminierung in Asien. Hier muss der selbst denkende Kunde mit den Füßen abstimmen.
hb/dapd
focus.de 03.05.2011
Wer in seinen 30ern zu viel auf die Waage bringt, läuft Gefahr, später im Leben dement zu werden. Normalgewichtige bauen dem langsamen Verlust der Hirnfunktion vor.
Solche Forschungsergebnisse suggerieren: Wir werden nicht an Demenz, Diabetes oder Gefäßerkrankungen erkranken müssen, wenn wir einfach nur den richtigen BMI haben. Da machen es sich die Damen und Herren mit den Forschungsgeldern aber ziemlich leicht. Und: In welche Richtung funktioniert die Kausalität? Bekommen wir Demenz, weil wir dick sind, oder sind wir dick, weil wir Gehirne haben, die für Demenz eher anfällig sind? Auch das gilt es zu untersuchen.
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/uebergewicht-dicken-erwachsenen-droht-demenz_aid_623530.html
cf
HanseMerkur 20.04.2011
München (netdoktor.de) - Übergewichtige haben auf ihre Mitmenschen einen appetitanregenden Effekt. Das zeigt eine aktuelle Studie, die im "Journal of Consumer Research" veröffentlicht wird.
Hier wird eine Straßenumfrage nach Art einschlägiger Boulevard-TV-Magazine als wissenschaftliche Studie verkauft. Gut, wenn am Ende steht, Mollige haben Vorbildfunktion... Vergessen wir die Interpretation vorurteilsgeplagter Tester und machen uns diese bewusst und zu nutze!
Das heimliche Highlight des Artikels: die Bildunterschrift "Schokokuss mit Bissspuren".
http://hansemerkur.gesundheitsportal-privat.de/News/Psyche-Der-Anblick-von-Moll-1134836.html
Pm P. Zekert
Max-Planck-Institut für Kognitions- und
Neurowissenschaften 18.04.2011
Übergewicht zählt zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten und hat eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Dazu gehören auch Veränderungen des Gehirns... Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun zusammen mit der Abteilung für Endokrinologie des Universitätsklinikums Leipzig, dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositaserkrankungen in Leipzig und dem University College London erstmals geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt. (PLoS ONE, 11. April 2011.)
Halten wir es beim Lesen mit Sokrates: "Ich weiß, dass ich nichts weiß" und lassen die Forscher einfach mal weiterforschen.
Leider wird diese Pressemitteilung von Robert Tubis in der Financial Times Deutschland gleich aufgegriffen und er fragt: "Macht Übergewicht Frauen dümmer?"(ftd.de, 20.04.2011)
Hier beginnt Diskriminierung durch Halbwissen, Fehlinterpretation und Vorurteile, schade.
http://www.cbs.mpg.de/news/news/07-11
dpa
ZEITonline 18.04.2011
Malaysia rückt dicken Schülern zu Leibe: Künftig sollen Schulzeugnisse den Body-Mass-Index ausweisen, um die Kinder zum Abnehmen zu bewegen. Die Maßzahl, die Größe und Gewicht berücksichtigt, gibt Auskunft, ob ein Schüler zu dick oder sogar fettleibig ist. Malaysia hat bereits Getränke mit viel Zucker und viele Süßigkeiten aus Schulkantinen verbannt. Dennoch wächst die Zahl übergewichtiger Schüler. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in Malaysia prozentual mehr Übergewichtige als in jedem anderen Land Südostasiens.
Die hier komplett wiedergegebene dpa-Meldung wurde so über verschiedene Online-Portale und Print-Medien verbreitet. Natürlich haben wir im Zuge dessen gründlich gesucht, ob nicht jemand die Forderung auch für Deutschlad übernehmen möchte. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit. Wir bleiben dran. Vorsorglich sei auf das Grundgesetz, Artikel 1, verwiesen. Vielleicht sollte eine Ausgabe mit einem Urlaubskoffer einmal nach Malaysia reisen?
http://www.zeit.de/news-042011/18/iptc-hfk-20110418-55-29896236xml
Redaktion/J. Pernsteiner
pressetext.com 15.04.2011
Fitness- und Schönheitsmagazine lesen Frauen deshalb so gerne, da sie damit ihr eigenes Körperbild aufbessern. Der Effekt dauert jedoch nur kurze Zeit und kann danach leicht ins Gegenteil umschlagen, kommen Forscher der Ohio State University http://www.osu.edu in der Zeitschrift "Communication Research" zum Schluss. Die Ergebnisse sind ein Bruch mit bisherigen Studien, die von einem verschlechterten Selbstbild durch den Anblick von scheinbar "perfekten" Körpern ausgegangen waren.
Unklar bleibt, was mit den Erkenntnissen geschehen soll. Es sollte doch alles erlaubt sein, was glücklich macht. Welcher Verlag hat noch mal die Studie finanziert?
http://www.pressetext.com/news/20110415021
Robert Thielicke
FOCUSonline 12.04.2011
Seit Jahrzehnten ist US-Mediziner Steven Blair den Gesundheitsgefahren von Übergewicht auf der Spur. Sein ketzerisches Fazit: Die Risiken werden völlig überschätzt.
Von wegen ketzerisch! Hoffentlich hat der Autor im Interview gut zugehört. Blair weist u.a. schlüssig nach, dass der Lebensstil sich stärker auf die Lebenserwartung auswirkt, als das Gewicht. Im Focus Nr. 15/2011 drehte sich alles um die "Diät-Gesellschaft".
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/schlankheitsdiktat-jeder-kann-fett-sein-solange-er-fit-ist_aid_617428.html
Feuilleton U.Pollmer
Deutschlandradio 10.04.2011
Michelle Obama, die First Lady der Vereinigten Staaten, engagiert sich für die Verschlankung von Kindern. Nun ist sie selbst Mutter zweier halbwüchsiger Töchter. Kürzlich hat sie sich zu deren Körperform öffentlich geäußert. Unser Lebensmittelchemiker geriet darob ins Grübeln.
Anhören!!! Oder lesen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1432024/
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/04/10/drk_20110410_1154_b17c5c9b.mp3
dpa/C.Fehrholz
dnews 02.04.2011
WASHINGTON - Übergewichtige und rauchende Empfänger von öffentlicher Gesundheitsfürsorge sollen im US-Bundesstaat Arizona künftig Strafe zahlen.
"Kassen entlasten", "Erzieherischer Effekt"... Der Zweck heiligte noch nie die Mittel. Mal wieder ein neuer Anlauf der Gesundheitsdiktatur in den USA. Die Strafaktion gilt übrigens für kinderlose Empfänger der Gesundheitshilfe für Arme. Das Ganze soll einen erzieherischen Effekt haben. Welchen? Die Geburtenrate steigt...
http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/475850/arizona-dicke-und-raucher-mussen-strafe-zahlen.html
BANG Media International
Gala.de 30.03.2011
Maite Kelly nennt sich selbst das "Happy Hippo" von 'Let's Dance'. Die 31-jährige Sängerin nimmt an der aktuellen Staffel der RTL-Tanzshow teil und freut sich, dass sie als fülligere Frau als gutes Beispiel bei der Sendung vorangehen kann. "Es muss nicht eklig sein, wenn eine füllige Frau tanzt, sondern es kann sehr weiblich sein. Viele dünne Frauen klappern nur so vor sich hin!", sagt sie laut 'Bild'.
Kann man sich eigentlich selbst diskriminieren? Wer auch die angesprochene Sendung verfolgt, kann diesen Eindruck gewinnen. Maite Kelly zeigt sich kaum als gutes Beispiel. Von wegen Happy Hippo, hier wäre das Angsthäschen das bessere Bild.
Bitte mehr Selbstverständlichkeit! Lasst Bilder und Taten sprechen.
http://www.gala.de/stars/ticker/BSBS145725/Maite-Kelly-Das-Happy-Hippo-von-Lets-Dance.html
AFP
Hamburger Abendblatt 26.03.2011
Michelle Obama, 47, Ehefrau des US-Präsidenten und Kämpferin gegen Übergewicht bei Kindern, hat nun auch den Body-Maß-Index (BMI) für sich entdeckt - und für ihre Töchter.
Die armen Kinder - bestimmt machen sie nun ihre erste Diät. Armes Amerika – die Präsidentengattin gehört auf den Stand aktueller und international anerkannter wissenschaftlicher Erkenntnisse!
dpa/sts
WELTonline 24.03.2011
In den USA erschweren nicht nur ungesunde Lebensmittel das Abnehmen: Viele fettsüchtige Frauen betrügen sich selbst – und auch ihren Nachwuchs.
Ja, das mag im Rest der Welt auch ähnlich sein, aber: Der Artikel hat eine reißerische Aufmachung und provoziert mehr, als dass er aufklärt. Vor allem die Fotos schließen auf Boulevard der schlimmsten Sorte. Und: Wer bestimmt hier eigentlich, was als akzeptables Gewicht gilt? Wenn eine dicke Mutter sagt, ihr moppeliges Kind sei nicht zu dick, dann stellt sich ja immerhin noch die Frage, ob sie sich irrt oder eine dünne Mutter, die ihre dünnen Kinder in Ordnung findet. Stoppt die Hysterie um dicke Kinder!
http://www.welt.de/wissenschaft/article12943552/Fettleibige-Muetter-haben-Gewichts-Illusionen.html
Deutsches Ärzteblatt
ÄRZTEBLATT.de 22.03.2011
Ein Magenband soll bei der extremen Adipositas nicht nur das Körpergewicht auf Dauer reduzieren. Auch die medizinischen Folgekrankheiten sollen sich bessern. Eine Fallserie in den Archives of Surgery (2011; doi: 10.1001/archsurg.2011.45) zeigt jedoch, dass es langfristig häufig zu Komplikationen kommt und sich der medizinische Erfolg nicht immer einstellt.
Man kann nicht oft genug davor warnen... Sehr fundierter Artikel.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45182/Adipositas_Haeufige
Red. News
hansemerkur-gesundheitsportal 18.03.2011
Die Lebenserwartung der Menschen in Europa steigt weiter an, obwohl immer mehr Menschen an krankhaftem Übergewicht leiden. Das hat der britische Epidemiologe und Gesundheitsexperte David Leon bei einer Analyse der entsprechenden statistischen Daten aus verschiedenen Ländern herausgefunden. Dieses Ergebnis widerspreche der Befürchtung, der positive Trend der stetig steigenden Lebenserwartung könne in den Industrieländern durch Wohlstandskrankheiten wie Fettleibigkeit gestoppt werden.
Ja, sie haben gesucht und gesucht, aber: "Ein Stopp der positiven Entwicklung aufgrund der Folgeerkrankungen des Übergewichts lasse sich zumindest bisher nicht ausmachen..."
Wie in den USA, so in Europa! (s.u.)
http://hansemerkur.gesundheitsportal-privat.de/News/Uebergewicht-Lebenserwartun-1134638.html
Ärzte Zeitung Verlags-GmbH
Ärzte Zeitung online 17.03.2011
Die Sterberate in den USA ist auf ein Allzeittief gefallen. Sie lag 2009 bei 741 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Das sind 2,3 Prozent weniger als im Jahr 2008.
Na, sowas! Trotzdem? Siehe frühere Artikel
"Schon heute ist mehr als jeder dritte US-Amerikaner fettleibig", SPIEGELonline 5.11.2010
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/default.
online Red.
RTL II Fernsehen 15.03.2011
In "Wie alt bist du wirklich? Der große Test by RTL II" tritt das Studiopublikum in Gruppen an: Ehepaare, Mediziner, Raucher, XXLs und Vegetarier wollen herausfinden, wie jung sie wirklich sind.
Das Publikum wurde wie immer in einzelne Gruppen unterteilt, die mitgeraten haben: diesmal Ehepaare, Raucher, Mediziner, Vegetarier und: Dicke! Die Sendung bediente jedes erdenkliche Klischee über Dicke, ständig ging es um gesunde Ernährung für die maximale Hirnleistung und darum, dass Dicke sich ja so furchtbar ungesund ernähren. Und siehe da: Die Dicken haben auf der ganzen Linie gesiegt! Nicht nur die Person mit den meisten korrekten Antworten, auch die Studio-Gewinnerin kam aus dem Block der Dicken. Die XXler waren die beste Gruppe als Gruppe, und der Gewinner unter den Promis war: Dirk Bach, auch ein XXler! Da sieht man mal wieder: Mens sana in corpore sano – Dicke sind eben nicht nur äußerlich jung und faltenlos, sondern auch geistig fit!
Hans Schuh
ZEITonline 10.03.2011
Unser Gehirn ist ein Egoist, der den restlichen Körper unterdrückt: Eine neue Theorie, warum so viele Diäten scheitern.
Die ZEIT widmet sich ausführlich der Arbeit von Achim Peters, dem Hirn- und Stressforscher der Lübecker Uniklinik. Der Autor erläutert und stellt nachfolgend fest: "Auch international ist the selfish brain ein anerkanntes Konzept unter Experten und Peters als dessen Urheber wohlbekannt. Seine Theorie vom egoistischen Gehirn integriert Hirn-, Stress- und Verhaltensforschung. Sie hat weitreichende Konsequenzen. Dicke entlastet sie etwa von dem pauschalen Vorwurf, ihr Übergewicht dokumentiere nur ihre mangelnde Selbstkontrolle."
http://www.zeit.de/2011/11/M-Selfish-Brain?page=1
Red.
SPIEGELOnline 09.03.2011/aktual.
Alle Artikel, Hintergründe und Fakten
Die Themenseite bietet eine vielschichtige Einsicht in das Thema. Frühere Spiegel-Artikel dazu werden chronologisch aufgeführt. Hier lässt sich eine Menge Material sichten. Interessante Artikel findet man dann auch in unserer Presseschau.
http://www.spiegel.de/thema/ernaehrung/
gvg
Ärzte Zeitung, 07.03.2011
Die Online-Plattform SynX soll übergewichtigen Kindern und Jugendlichen helfen, den eigenen Lebensstil zu verbessern. Ein Projekt der Pädiater in Bayern.
Die Plattform, unter www.projekt-synx.de zu erreichen, soll dicken Jugendlichen vom Hausarzt empfohlen werden. Natürlich geht sie, wie vergleichbare Projekte, praktisch ausschließlich auf das Ernährungsverhalten der Jugendlichen ein und ignoriert alle anderen Aspekte des Dickseins und Dickwerdens. Dass das nicht funktioniert, haben schon andere Projekte bewiesen. Problematisch außerdem, dass die Plattform sich nur an dicke Jugendliche wendet, nicht an alle, mit der Folge, dass diese ausgegrenzt, als Sonder-, Problemfall behandelt werden mit allen Folgen für ihr Selbstbewusstsein, ihre Psyche und ihr Essverhalten. Wichtiger wäre eine Aktion für ein positives Körperbild und einen liebevollen Umgang mit sich selbst.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/
AFP, t-online.de/business, sia
t-online.de/buisness 07.03.2011
Das Gewicht der Mitarbeiter geht den Chef nichts an - zumindest darf er dicken Kollegen kein Sportprogramm verordnen und sie nicht unter Druck setzen, nun endlich abzunehmen. Das hat die nationale Menschenrechtskommission im Fall eines Südkoreaners entschieden. Sein Unternehmen hatte eine harte Offensive gegen fettleibige Angestellte gestartet.
Der frühere Angestellte konnte mit Hilfe von E-Mails die Weisung des Arbeitgebers belegen. Eine Anwältin, die im Artikel zu Wort kommt, unterstreicht natürlich auch die Unzulässigkeit solcher Forderungen bei uns in Deutschland, hält aber das Einfordern einer Entschädigung – ähnlich wie in diesem Fall - für aussichtslos. Folgen Sie also solchen Weisungen nicht, sammeln Sie Beweise und machen Sie das Ganze publik.
hb
FOCUS.de 06.03.2011
Einer US-Studie zufolge leiden Übergewichtige mehrfach: unter ihrem Gewicht, unter gesellschaftlicher Ausgrenzung – und unter gesundheitlichen Folgen durch die psychische Belastung.
In der Studie stellte sich ein deutlicher gesundheitlich nachweisbarer Unterschied zwischen denjenigen Dicken, die sich diskriminiert fühlten, und denen, die keine Ausgrenzungen spürten, heraus. Interessant auch der Hinweis auf das scheinbare Paradoxon, dass es immer mehr Dicke gibt, die Dickenfeindlichkeit jedoch gleichzeitig zunimmt.
Von Guido Kleinhubbert
Spiegel 21.02.2011
Da Deutschlands Kinder angeblich immer dicker werden, gibt es Hunderte öffentliche Projekte zur Bekämpfung von Übergewicht. Experten halten die Maßnahmen für übertrieben.
Endlich gibt es einmal einen kritischen Artikel zum Thema Kinder-Abspeckprogramme! Wie der Arzt und Autor Gunter Frank auf unserer Seite (siehe seine Offenen Briefe hier) schon dargelegt hat, stimmt weder, dass unsere Kinder in den letzten Jahren dicker geworden sind, noch, dass sie sich ununterbrochen mit Fastfood vollstopfen. Der Artikel deckt die Interessen von Politik und Wirtschaft auf, die hinter der Dramatisierung des Übergewichts stecken.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108514.html
ADS
ADS 21.02.2011
Wer in Beruf und Alltag in diskriminierender Weise beleidigt, beschimpft, übergangen oder unfair behandelt wird, muss oftmals mit diesen frustrierenden Erfahrungen alleine fertig werden. Viele wissen nicht, dass sie das Recht haben, vor Diskriminierung geschützt zu werden. Oder sie haben keine Information darüber, wo sie Unterstützung finden, wenn sie diskriminiert wurden. Deshalb ist es wichtig, Menschen leicht zugängliche Hilfe anzubieten. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes möchte sicherstellen, dass alle Menschen die Beratung und Unterstützung bekommen, die sie brauchen – und das in der gesamten Bundesrepublik. Deshalb startet gibt Christine Lüders am 21. Februar 2011 den Startschuss für die bundesweite Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gibt es seit August 2006. Mit 1,2 Millionen Euro Fördergeldern sollen in Deutschland unter anderem flächendeckend Beratungsstellen geschaffen werden.
Red. Bild.de
Bild.de 2011
20 000 bis 40 000 Werbespots sehen Kinder durchschnittlich im Jahr. Die Hälfte der Filmchen wirbt für Süßwaren, Limonaden und Knabbereien, berichtet das Apothekenmagazin "BABY und Familie" unter Berufung auf die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Die Ärzte befürchten, dieses Zuviel an Werbung könne Kinder dick machen.
Könnte das evtl. etwas damit zu tun haben, dass lange TV-Sitzungen generell eher dick machen? Und zwar nicht wegen Bewegungsmangel oder den Snacks, die man dabei oft isst - und wohl auch nicht, weil man dabei Werbung für Süßigkeiten sieht -, sondern wegen der Erhöhung des Pegels des Stresshormons Cortisol im Blut, den TV-Konsum bewirkt. Traurig, dass offenbar weder Medienschaffende noch Forscher auch einmal "um die Ecke" denken: Das sog. Übergewicht kommt nicht notwendigerweise vom Kalorienkonsum. Es gibt Dutzende weiterer Ursachen, die allerdings meist gar nicht erst in Erwägung gezogen werden.
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/telegramm/ratgeber-telegramm,rendertext=16083908.html
Red. BoerseGo.de
BoerseGo.de 17.02.2011
Der Diät-Spezialist aus den USA wird an der Börse gefeiert. Die Aktie des Unternehmens steigt auf Allzeithoch, im Verlauf markiert das Papier ein Plus von mehr als 40 Prozent. Einmal waren die Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal besser als von Analysten erwartet, zum anderen war auch der Ausblick auf das Jahr 2011 alles andere als Schmalhans-Küche.
Von wegen: "Dicke lassen Kurs explodieren"; Waren Sie schon einmal bei den Weight Watchers? Haben Sie gesehen, wie viele junge, gesunde, normalgewichtige Frauen dort ihr Geld lassen um einem hochglanzretouschierten Schönheitsideal nachzueifern? Vorsicht Essstörung!
http://www.boerse-go.de/nachricht/Weight-Watchers-Dicke-lassen-Kurs-explodieren-I,a2469214.html
Christiane Fux
netdoktor.de 09.02.2011
Unser Planet verfettet. Anderthalb Milliarden Menschen sind zu dick. NetDoktor.de sprach mit dem Münchner Ernährungsforscher Prof. Volker Schusdziarra über Auswege aus der Fettfalle.
Im Interview verteufelt der Wissenschaftler zuerst "deutsche Kuchen, die deutsche Wurst und vor allem das deutsche Brot". Als Schlussfolgerung sollen nach seinem Dafürhalten die Konsumenten dann für das erlangte Übergewicht zahlen. Wenn er zum Ende seine Rechnung aufmacht, mag man aber schon nicht mehr mitdenken. Das Gespräch ufert doch etwas aus.
http://www.netdoktor.de/Magazin/Interview-Wer-zu-viel-wiegt-s-11451.html
Red. sternTV
Stern.de 09.02.2011
Jedes sechste Kind in Deutschland ist zu dick, knapp die Hälfte von ihnen sogar fettleibig. Der Kampf gegen die Kilos ist dann hart, aber er lohnt sich - auch finanziell.
Wie schon so oft soll eine Diät die Lösung sein, wenn dicke Kinder sich z. B. im Sportunterricht schämen. Ziemlich schnell wird aber auch klar, es geht vor allen Dingen ums Geld. Man beachte auch: Wer in der gepriesenen Klinik nicht schnell genug abnimmt, wird wieder nach Hause geschickt. Zur Strafe...
sueddeutsche.de/AP/sid/olkl/dmo
sueddeutsche.de 04.02.2011
Weltweit sind nach einer internationalen Studie derzeit eine halbe Milliarde Menschen fettleibig, fast doppelt so viele wie noch 1980. Auch die Deutschen wiegen deutlich zu viel, die Dicksten in Europa sind sie aber nicht.
Natürlich war die Grundlage der Untersuchungen wieder einmal der umstrittene BMI. Interessanterweise wurden aber auch einmal Blutfettwerte bzw. der Cholesterinspiegel in die Untersuchungen mit einbezogen. Da schneiden die Deutschen dann doch nicht so gut ab. Auch zum Blutdruck wird der internationale Vergleich gezogen.
http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-zum-uebergewicht-doppelte-portion-fett-1.1055436
aerzteblatt.de 27.01.2011
Ein einfaches und zudem kostensparendes Mittel gegen die Adipositas könnte der Griff zum Thermostaten sein. Britische Forscher glauben, dass die derzeitige Epidemie durch die Einführung der Zentralheizung mit ausgelöst wurde. Seither sei es zu einem kontinuierlichen Anstieg der Innentemperatur gekommen, in England von unter 18 Grad Celsius in den 70er Jahren auf heute 21 Grad in den Wohnzimmern.
Die Erkenntnisse der Briten klingen nicht ganz abwegig. Dieser Frage könnte weiter nachgegangen werden. Auch persönlich kann man sich einmal damit beschäftigen und überlegen, ob das eigene Schlafzimmer vielleicht sogar überheizt ist. Fraglich erscheint jedoch, dies gleich als Adipositas-Ursache zu bezeichnen. Zumal ein gesunder Körper seinen Kalorienhaushalt von selbst reguliert und bei einem kühleren Schlafzimmer eben mehr Kalorien über die Nahrung zuführt. U. Pollmer hatte in seinem Interview für die GgG weiterführend diesen Tipp: "Laufen Sie im Winter einfach splitternackt durch den Park, dann verlieren Sie rasend viel Kalorien und passen im Frühjahr wieder in den Bikini aus Ihrer Jugend...", (siehe das Interview hier). Pressemitteilung und Abstract der Studie (engl.) sind auf der Ärzteblatt-Seite verlinkt.
http://www.aerzteblatt.de/blogs/44464/Zentralheizung_als_
lac
t-online.de 25.01.2011
Übergewicht gilt als ungesund: Ärzte raten ihren Patienten häufig, abzunehmen, um Herzinfarkt oder Diabetes vorzubeugen. Eine amerikanische Studie behauptet jetzt das Gegenteil. Forscher haben herausgefunden, dass übergewichtige Menschen eine längere Lebenserwartung haben als Schlanke. Die Wissenschaftler fordern deshalb, den Diät-Wahn zu stoppen. Es sei gesünder, dick zu bleiben, als um jeden Preis abzunehmen.
Der durch die Studie unterstützte Ansatz ist der Health-at-Every-Size- oder Rund-und-gesund-Ansatz, den auch die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung befürwortet: Lieber dick, fit und gesund als schlank und krank! Ein unrealistisches Gewichtsziel demotiviert und führt nur zu oft dazu, dass Menschen aufhören, sich gesund zu ernähren oder Sport zu machen.
Allerdings: Es bräuchte mehr ähnlich gelagerte Studien, denn die Auswertung und Interpretation verschiedener Statistiken bleibt strittig. Die Autoren führen leider nicht aus, auf welche Studie sie sich beziehen. Auf Nachfrage gab es keine genauen Angaben.
http://lifestyle.t-online.de/schlank-und-krank-wann-abnehmen-schadet/id_44122254/index
Carmen Brückner
KLINIKUM 2011 21.01.2011
Vorurteile gehören zum Leben. Keiner kommt ohne aus, denn sie vereinfachen die komplexe Realität und dienen dem sozialen Zusammenhalt. Weiten sich Vorurteile jedoch zu Diskriminierung aus, kann dies für Betroffene fatale Folgen haben.
Das Interview mit Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller, Forscherin am IFB Adipositas-Erkrankungen, macht auf Vorurteile innerhalb der Gesellschaft aufmerksam und gibt Tipps zur Selbstüberprüfung. Sie geht auf das Verhältnis von Ärzten und übergewichtigen Patienten ein.
http://www.uniklinikum-leipzig.de/zeitung/02_2011/02_2011_4.pdf
koc
BILD.DE 11.01.2011
Übergewichtige und Raucher sollen künftig in der Krankenversicherung Risikozuschlag zahlen!
Diesen Vorschlag macht der NRW-Landesvorsitzende der Senioren-Union, Leonhard Kuckart. Er möge nicht vergessen, in diesem Zusammenhang die Rentenentwicklung im Auge zu behalten, denn mit Sicherheit muss die Mehrzahl "seiner" Senioren dann richtig blechen. Ist das Alter an sich bald auch in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Risikozuschlag wert?
http://www.bild.de/BILD/politik/2011/01/12/kassen-risikozuschlag/fuer-dicke-und-raucher.html
ars
Ärzte Zeitung online, 22.12.2010
Menschen mit Adipositas haben viele Gesundheitsprobleme: KHK, Diabetes, Bluthochdruck oder Schlaganfall, um nur einige zu nennen. Nach einer US-Studie muss dieser Liste noch ein weiteres hinzugefügt werden: das erhöhte Risiko, bei einem schweren Verkehrsunfall zu sterben.
Diese Zahlen zum Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht des Fahrers und der Sterberate fordern doch: 1. Crashtest-Dummies anpassen! 2. Vernünftige Autos bauen! Es ist nicht einzusehen, warum in Autos jeder moderne Schnickschnack bis hin zum TV-Empfänger eingebaut wird, man sich sein Auto personalisieren kann durch Farben, die das Auge beleidigen, aber es für unterschiedliche Körperstaturen nur die Standardkarosse gibt.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/article/634951/adipositas-kritisch-verkehrsunfaellen.html?sh=3&h=1980523789
Stephanie Nano
WELTonline 17.12.2010
Ein paar Extrapfunde galten bislang als harmlos oder sogar als Schutz vor manchen Erkrankungen. Nun räumt eine der größten Studie zu Gewicht und Gesundheit mit diesem Vorurteil auf. Demnach sind zwar exzessive Speckgürtel besonders gefährlich. Aber schon normales Übergewicht steigert das Risiko für einen frühen Tod.
Wissenschaftler, die diese Studie bewerteten, sehen noch weiteren Klärungsbedarf. Ein Kollege wies darauf hin, dass "...die Forscher es versäumt haben, das Bewegungspensum der Teilnehmer zu prüfen..."
Daher darf weiterhin vermutet werden, dass "... überschüssige Pfunde harmlos sind, so lange sich die Menschen körperlich fit halten..."
Lesenswert sind dieses Mal die Kommentare der Leser zum Artikel.
cib/dapd
Spiegel.de 16.12.2010
Schlemmen nach Lust und Laune? Nicht jeder kann sich das erlauben, ohne bald die Folgen zu spüren. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass ein bestimmtes Gen den Fettabbau bremst - und so für unerwünschte Rundungen sorgt.
Da offenbar die Veranlagung bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielt, wollen diese Forscher mit dem Gen einen "Schalter" gefunden haben, mit dem sich Übergewicht kontrollieren lässt. Genmanipulationen am Menschen – welch gruselige Vorstellung!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,734907,00.html
APA/dpa
derstandard.at 10.12.2010
Gehalt seit 2001 muss bezahlt werden.
Indiens staatliche Fluggesellschaft Air India muss eine wegen Übergewichts gefeuerte Stewardess nach einem Gerichtsurteil zumindest im Bodendienst wieder beschäftigen.
Wegen der zunehmend starken privaten Konkurrenz in Indien versucht die staatliche Fluggesellschaft sich über diese Art von Diskriminierung ihrer Mitarbeiter zu entledigen. Obwohl gerichtlich vereitelt, bleibt offen, ob in Zukunft eine medizinische Ursache für das Übergewicht vorliegen muss. Daher zunächst nur ein Teilerfolg.
Arne Perras
SUEDDEUTSCHE.DE 08.12.2010
Wenn man ein Sinnbild für das Elend Afrikas kennt, ist es das spindeldürre Biafra-Kind mit aufgeblähtem Bauch. Der Hungerkontinent hat aber auch andere Seiten: Die Afrikaner werden immer dicker.
GgG-Mitglied Marion Steininger schrieb im veröffentlichten Leserbrief dazu: " In einem Artikel über Dicke in Afrika erwähnen Sie wieder einmal den Zusammenhang "Übergewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit von Herzkrankheiten und Diabetes" ... Hingegen wird nicht erwähnt, dass es in Wissenschaftskreisen anerkannt ist, dass moderat Fettleibige eine höhere Lebenserwartung haben als "Idealgewichtige". Abgesehen davon sind die Afrikaner zu beneiden um ihre natürliche Einstellung zum Essen und zu ihren Körpern. Ich selbst bin mit einem Westafrikaner verheiratet, der mich gelehrt hat, zu meinem Körperbau entspannt und unverkrampft zu stehen, anstatt mir selbst mit einer "ich sollte mal wieder abnehmen"- Haltung unnötigen Stress zu bereiten. Des Weiteren hat Afrika auf dem medizinischen Sektor sehr viel dringendere Probleme als Übergewicht. Nach wie vor sterben zu viele Menschen durch Infektionskrankheiten, die Kindersterblichkeit ist zu hoch, es gibt keine flächendeckende medizinische Grundversorgung. Darum sollte sich die Weltgesundheitsorganisation kümmern anstatt Afrika auf die gleiche, sinnlose Diätreise zu schicken, die bereits in USA und Europa versagt hat."
http://www.sueddeutsche.de/leben/uebergewicht-in-afrika-fruechte-so-was-essen-voegel-1.1033305
BR Red. Rundschau
br-online.de 04.12.2010
Wenn dicke Eltern dicke Kinder haben, dann liegt es nicht immer an der falschen Ernährung. Forscher haben 18 weitere Risiko-Gene für Fettleibigkeit entdeckt.
Die Autoren verweisen auf eine internationale Analyse, die Daten aus 70 Einzelstudien zusammenfasst. Wie Zwillingsstudien schon früher zeigten: Bei der Entstehung von Übergewicht spielen die Gene eine ganz entscheidende Rolle. Der Artikel liefert einige Anstöße zur weiteren Recherche.
Cinthia Briseño
SPIEGELonline 26.11.2010
Erst runter mit dem Gewicht - und dann schnell wieder alles anfuttern. Diät-Veteranen kennen dieses Phänomen als Jo-Jo-Effekt. In einer Großstudie haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, mit welcher Ernährungsweise man den Rückfall vermeidet.
Diese weltweit größte Diätstudie wurde von einem internationalen Forscherteam durchgeführt und von diversen Nahrungsmittelkonzernen und einem Diät-Anbieter gesponsert. Anscheinend ist sie die erste ihrer Art, die sich eingehender mit dem Jo-Jo-Effekt beschäftigt. Die Ergebnisse sind jedoch nicht überraschend: Viel Eiweiß, wenig Fett und Stärkehaltiges... und ob es der Gesundheit dient, seinen Körper derart zu überlisten, sei einmal dahingestellt. Treffend fasst der Spiegel-Autor die Erkenntnisse zusammen: "Ob die Diogenes-Forscher mit Empfehlungen dieser Art tatsächlich die Fettleibigkeitszunahme der Gesellschaft verändern werden, bleibt abzuwarten. Mit großer Sicherheit aber wird die Branche die Erkenntnisse zu vermarkten wissen - und den Markt mit neuen Ernährungsratgebern anfüttern."
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,731107,00.html
Beatrix Gerstberger
Brigitte.de 24.11.2010
Wer Übergewicht hat, muss mit abschätzigen Blicken und Beleidigungen rechnen. Denn Dicksein gilt als Zeichen von Schwäche. Ein Report über Vorurteile, die alltäglich sind - und skandalös.
Diese recht umfassende Zusammenstellung von Diskriminierungen und Vorurteilen ist gepaart mit treffenden, teils amüsanten Analysen.
http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/dicksein-1075385/
Reuters
SPIEGELonline 21.11.2010
Wissenschaftler der Universität Michigan haben den Idealweg zur Gewichtskontrolle entdeckt: Studentinnen, angelt euch einfach eine ordentlich mollige WG-Genossin. Denn übergewichtige Erstsemestlerinnen wollen ständig abnehmen - das wirkt offenbar ansteckend.
Eigentlich traurig, dass dicke Erstsemestlerinnen ständig abnehmen wollen - und jetzt soll das noch gut sein für die anderen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,729856,00.html
Sebastian Moll
Kölnische Rundschau 19.11.2010
Fettleibigkeit gilt seit der Gesundheitsreform in den USA als einer der Kostentreiber. Krankenkassen weigern sich daher, Übergewichtige aufzunehmen. Viele Dicke fühlen sich nun diskriminiert und protestieren dagegen.
Diskriminiert wird immer wieder auch von Leuten, die bei anderen Gruppen ein hohes Maß an Sensibilität und politischer Korrektheit an den Tag legen. Sogar Michelle Obama macht sich zur Hassfigur der Dicken in den USA, indem sie dicken Kindern suggeriert, nicht gewollt zu sein. Jedoch völlig daneben: Gleich unter dem guten Online-Artikel als Linkempfehlung: "Berechnen Sie Ihren BMI." Was für eine Botschaft! - Angst und Schrecken in der Redaktion...
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741388235.shtml
C. Brückner
IFB AdipositasErkrankungen 15.11.2010
Vorurteile gehören zum Leben. Keiner kommt ohne aus, denn sie vereinfachen die komplexe Realität und dienen dem sozialen Zusammenhalt. Weiten sich Vorurteile jedoch zu Diskriminierung aus, kann dies für Betroffene fatale Folgen haben. Gefräßig, faul, in der Folge krank und an allem selber schuld – das sind nur einige Vorurteile, mit denen übergewichtige Menschen zu kämpfen haben.
Die Bloggerin interviewt Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, Forscherin im Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen. Diese untersucht in ihrer wissenschaftlichen Arbeit, inwiefern Menschen mit Übergewicht sozial stigmatisiert werden und, ob sich eine solche Stigmatisierung auch auf die Alltagsarbeit in der Krankenversorgung auswirkt. Im Interview äußert sie sich umfassend dazu.
http://www.ifb-adipositas.de/ifb/blog/der-teufelskreis-der-ausgrenzung
Dr. rer. nat. Erich Lederer
DocCheck News 10.11.2010
Schlanker zu werden bringt für Menschen mit Übergewicht nicht nur ein gesünderes Leben. Wenn sich die Daten einer Studie mit mehr als 1000 Amerikanern bestätigen, wandern mit dem Abschmelzen der Fettreserven auch gefährliche Umweltgifte ins Blut.
Die DocCheck News sind ein regelmäßig erscheinendes Online-Jourmal mit aktuellen Themen aus Medizin und Pharmazie.
chs/dpa
SPIEGELonline 10.11.2010
Es ist eher eine symbolische Geste - und doch sorgt sie für Streit: Der Stadtrat von San Francisco bleibt bei seinem umstrittenen Verbot von "Happy Meals" mit Kinderspielzeug als Beilage. Die Fast-Food-Riesen protestieren dagegen.
Na, dann sind wir mal gespannt, ob diese Maßnahme die Kinderschar verschlankt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,728261,00.html
dpa
SPIEGELonline 05.11.2010
Schon heute ist mehr als jeder dritte US-Amerikaner fettleibig. Forscher haben berechnet, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl der Dicken weiter steigen wird. San Francisco will die Fettsucht-Epidemie jetzt bekämpfen - mit ungewöhnlichen Maßnahmen.
Adipositas als hoch ansteckende Infektion - so sehen es laut diesem Artikel die amerikanischen Gesundheitsbehörden. Mit der unausrottbaren, wenn auch ein wenig naiven alten Kalorientheorie wollen sie das "Über"gewicht der Bevölkerung bekämpfen. Denn Gesundheitsbehörden können in die Zukunft schauen: Wenn die Amerikaner sich nicht schleunigst an Möhrchen mit Salat gewöhnen, sind 2050 42% der Bevölkerung "zu" dick! (Vielleicht könnte man die BMI-Grenzwerte nach unten versetzen, dann sind 2050 mit ein wenig Glück sogar 90% der Bevölkerung "übergewichtig"...)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,727431,00.html
Eberhard Scholz
Pressestelle Universität Bremen 04.11.2010
Das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen koordiniert die europaweite IDEFICS-Studie zu Übergewicht und Adipositas bei Kindern. Die an der Erhebung beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren die vorliegenden Ergebnisse am 8. bis 9. November 2010 in Zaragoza.
Wolfgang Ahrens, Professor am BIPS und Leiter der IDEFICS Studie, zeigt auf, dass ein hohes Gewicht nicht nur etwas mit Ernährung und Bewegung zu tun hat. Dennoch der Tenor: Mehr Bewegung muss her; dazu soll die Umgebung, in der Kinder sich täglich aufhalten, verbessert werden. Hoffentlich führt das nicht zu noch größerer Ausgrenzung und "Problem"bewusstsein als ohnehin schon. Dicke Kinder sind keine Problemzonen!
http://idw-online.de/pages/de/news395224
dpa
n-tv.de 15.10.2010
Wer eine Diät nach der anderen macht, um schnellstens Winterpfunde loszuwerden, könnte sich Essstörungen einhandeln. Darauf hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln hingewiesen. Frühlings-, Bikini- oder Wunderdiäten versprechen Abnehmerfolge in kurzer Zeit, die verlorenen Kilos kommen aber normalerweise schnell wieder zurück - und dann steht bei vielen laut BZgA gleich die nächste Diät an. "Die Gefahr für einen Kreislauf aus Hungern, Kontrollverlust, Heißhungerattacken, Essanfällen, neuer Diät und wieder Hungern steigt."
Gut, dass hier auf die Gefahr durch Diäten insbesondere für Jugendliche hingewiesen wird.
http://www.n-tv.de/wissen/Essstoerungen-durch-Diaeten-article775768.html
hda/dapd
SPIEGELonline 12.10.2010
Eine schwache, aber konstante Beleuchtung in der Nacht lässt Mäuse schneller dick werden, selbst wenn diese sich normal ernähren und viel bewegen. Forscher erklären die Gewichtszunahme mit veränderten Fressenszeiten.
Also doch: Schlank im Schlaf - Aber nur im Dunkeln! Einige Mechanismen in unserem Körper werden gut erläutert. Selbstverständlich kommt es den Forschern jedoch nicht in den Sinn, dass Gewicht auch mit etwas anderem als mit Nahrungsaufnahme zu tun haben könnte. Und: Getestet wurden nur Mäuse.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,722511,00.html
Comprendes
Comprendes 11.10.2010
Übergewichtige dürfen in Spanien nicht mehr diskriminiert werden. Vor kurzem verabschiedete das spanische Kabinett einen Gesetzentwurf zur Sicherheit bei Lebensmitteln und Ernährung, der die Rechte übergewichtiger Menschen stärkt und die Ausgabe ungesunder Schulnahrung verbietet.
Die spanische Regierung will die Rechte von Übergewichtigen explizit stärken. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse sind, bis wieder Einsparpotential im Gesundheitswesen gesucht wird.
Liebe Spanier, tragt dies auch ins Europaparlament!
forum.ernährung heute
forum.ernährung heute 10/2010
Wer sich täglich eine Stunde bewegt, senkt sein angeborenes Adipositas-Risiko um 40 %. So lautet das Fazit einer Studie. Personen, die zu Übergewicht neigen, profitieren demnach besonders von einem aktiven Lebensstil.
Zu welcher Bewegungsgruppe gehören Sie: inaktiv, moderat inaktiv, moderat aktiv oder aktiv? Hier stellten Ernährungswissenschaftler fest: Eine Stunde Bewegung am Tag reicht aus, sogar Hausarbeit und spazieren gehen halten fit. Dennoch denken wir: Der Anreiz für mehr Bewegung sollte nicht die Gewichtsabnahme sein, denn das führt nur zu häufig zu Frust, Selbstwertkrisen bis hin zur Sportresistenz (siehe unsere Seite hier).
http://www.forum-ernaehrung.at/cms/feh/lesefrucht.html?doc=CMS1289381993980
Peter-Philipp Schmitt
FAZnet 23.09.2010
Die Zahl der Übergewichtigen ist sprunghaft gestiegen. Nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Europa. Da Dicke früher sterben, belasten sie die Gesundheitssysteme weniger als Normalgewichtige.
Es wird eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erörtert. Besonders interessant ist hier die Frage , wann die erste Forderung nach einem Risikozuschlag für lang lebende normalgewichtige Menschen kommt. Denn: diese belasten die Gesundheitssysteme stärker. Wir werden dann zusammenhalten, auch gegen Normalgewichtsdiskriminierung!
Friedrich Schorb
Jungle World Nr. 36, 09.09.2010
Die USA sind nicht nur das Land von Fast Food und Supersize-Portionen. Die aggressive Diätindustrie verdient dort mit der Angst vor Körperfett viel Geld. Dicksein gilt als unästhetisch und als Zeichen des Scheiterns. Dicke werden im Alltag und vor dem Gesetz diskriminiert.
Die Reportage des Soziologen und Autors von "Dick, doof und arm" zum Kongress der National Association for the Advancement of Fat Acceptance in San Francisco informiert unterhaltsam und lässt selbstbewusste Aktivistinnen der Fat-Rights-Bewegung zu Wort kommen. Diese halten die Aufregung um das F-Wort (fat) für übertrieben und sehen ihre Zeit gekommen.
http://jungle-world.com/artikel/2010/36/41677.html
kp
derstandard.at 19.08.2010
Wiener Ärztekammer verwahrt sich gegen Stigmatisierung von Übergewichtigen
Als eine von vielen Reaktionen auf die Vorschläge der britischen Gesundheitsstaatssekretärin Anne Milton, Übergewichtige in Krankenhäusern und von Ärzten mit "fett" anzusprechen, halten die Österreicher dagegen: Ermutigen statt beleidigen! Wie soll denn sonst ein Vertrauensverhältnis entstehen?
http://derstandard.at/1281829525866/Adipositas-Nein-zur-Diskriminierung
ORF
news.ORF.at 14.08.2010
Die neue britische Regierung von Konservativen und Liberaldemokraten hat sich nun eine Reform der Gesundheitspolitik vorgeknöpft. Selbstverantwortung ist die neue Losung. Einen Vorgeschmack lieferte kürzlich Gesundheitsstaatssekretärin Anne Milton: Sie regte an, dass Übergewichtige in Krankenhäusern und von Ärzten "fett" genannt werden sollen - und löste damit eine Kontroverse aus.
Hier sollen Beleidigungen als neue Therapieform gelten. Da stellt sich doch die Frage: Ist der Eid des Hippokrates heute noch Bestandteil ärztlicher Ethik?
http://news.orf.at/stories/2008615/2007005/
cs mit apn und dpa
T-ONLINE.DE 22.07.2010
Die Kosten des Gesundheitssystem explodieren - die Politik muss handeln und die Defizite begleichen. Und da zur Zeit das Sommerloch riesige Löcher in die Medienlandschaft reißt, drängen sich Politiker der zweiten Reihe in den Vordergrund, um sich zu profilieren. Meist bringen sie dann mehr als fragliche Vorschläge in die ruhende politischen Debatte ein. So auch der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz, der die Moppel der Nation stärker zur Kassen bitten will. Denn die würden das Solidarsystem schließlich fett belasten.
Juli - Sommerloch - Zeit der Hinterbänkler. Wanderwitz ist Chef der Jungen Gruppe in der Unionsbundestagsfraktion und Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er vertritt den Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II und ist in zahlreichen Ausschüssen des Bundestags vertreten. Sein Antrag zeugt von einer gehörigen Portion Naivität, wenn es um Gewicht und seine Folgekosten geht. Wenn man seinen Antrag Ernst nimmt, müsste es konsequenterweise einen fetten Risikozuschlag für Hobbyfußballer geben und den Warnhinweis "dieser Ball gefährdet Ihre Gesundheit" auf allen Bällen.
http://wirtschaft.t-online.de/cdu-dicke-sollen-mehr-fuer-gesundheit-zahlen/id_42330224/index
smk
SPIEGELonline 09.07.2010
Nach der Schule direkt vor Fernseher oder Computer. Gern wird dieser Lebenswandel als Erklärung für Übergewicht bei Kindern gebraucht. Eine Studie zeigt nun, dass hier Ursache und Wirkung vertauscht werden: Fettleibigkeit macht Kinder träge, nicht umgekehrt.
Ein wichtiger Unterschied: Kausation und Korrelation - mit bahnbrechenden Konsequenzen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,705542,00.html
pte/red
derstandard.at 08.07.2010
Ernährung als Schlüssel zur Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern - Übergewichtige Kinder haben negatives Körpergefühl
Hier wird nicht in Frage gestellt, dass Bewegung gut für Kinder ist. Bezweifelt wird jedoch, dass Sport allein zur Bekämpfung von Adipositas taugt. Im Rahmen einer Diabetes-Studie stellten Wissenschaftler fest, dass das Hauptaugenmerk auf der Ernährung liegen sollte. Schlussendlich wird auch den Autoren wiederum klar, dass übergewichtige Kinder ihren Körper negativ wahrnehmen und daher eher nicht an sportlichen Aktivitäten teilnehmen. Stellen wir uns doch einmal die Frage, wie die negative Körperwahrnehmung bekämpft werden kann!
http://derstandard.at/1277337661605/Fettsucht-Bewegung-doch-kein-Allheilmittel
Red.
BR-online 02.06.2010
"Schön ist, wer dünn ist!" Das zumindest suggerieren Werbung und Mode-Labels. Für Dicke hingegen gibt es Diätliteratur, Light-Produkte und Abnehmpillen. Die Botschaft: Dick sein ist out. Werden dicke Menschen in unserer Gesellschaft diskriminiert?
Im Juni 2010 meinten 48,7% der Teilnehmer am Voting: Ja, Dick sein wird als Charaktereigenschaft gesehen und gleichgesetzt mit Willensschwäche, Disziplinlosigkeit und Faulheit. 44,7% voteten: "manchmal".
Okay, und was tun wir nun dagegen?
http://www.br-online.de/ratgeber/ernaehrung/voting-dick-diskriminiert-ID1275475732921.xml
pte
derstandard.at 28.04.2010
Negative Vorurteile bestimmen Wahrnehmung dicker Menschen - Psychologin: "Sieht man Übergewichtige, verbindet man mit ihnen sofort ein Fehlverhalten"
In unseren westlichen Kulturen, wo Leistung und Erfolg überbetont werden, ist das Schlankheitsideal am meisten verbreitet. Wieder einmal wird festgestellt: Man muss sich solche diskriminierenden Stereotypen zuerst selbst bewusst machen!
http://derstandard.at/1271375451511/Stereotype-Uebergewichtige-faul-zuegellos-willensschwach
Jörg Häntzschel
SUEDDEUTSCHE.DE 06.04.2010
Ich bin so froh, dass ich ein Dicker bin: Übergewichtige in den USA haben es satt, sich von Dünnen Maßlosigkeit vorwerfen zu lassen. Sie wehren sich mit ausgefallenen Argumenten.
Wenn man sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt und in der Lage ist, Statistiken und Studien mit Verstand zu lesen, stellt man fest: so ausgefallen sind die Argumente gar nicht! Klar, dass sich der deutsche Journalismus angesichts so viel neuer Gedanken erst einmal etwas windet.
Wirklich lesenswert und Grundlagenliteratur zum Thema: Der Fat Studies Reader, hg. von Esther Rothblum und Sondra Solovay.
http://www.sueddeutsche.de/leben/uebergewicht-in-den-usa-fett-und-stolz-darauf-1.18189
Willi Schewski
Nachrichten.net 19.03.2010
"Vergessen Sie alles, was Sie über gesunde Ernährung zu wissen glauben. Es existieren keine gesicherten Beweise für die gängigen Ernährungsregeln."
Zitat: Uwe Knop
Der Frankfurter Ernährungswissenschaftler Uwe Knop gewinnt den BoD AutorenAward 2010 mit seinem Titel "Hunger & Lust – Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz".
Herzlichen Glückwunsch!
Isabelle Wiedemeier
news.de 17.03.2010
Donna Simpson will die schwerste Frau der Welt werden und Cindy aus Marzahn kultet ihre Fettleibigkeit. Im echten Leben jedoch werden Dicke nach wie vor diskriminiert, findet der Soziologe und Buchautor Friedrich Schorb.
Friedrich Schorb lehrt an der Universität Bremen im Studiengang Public Health. Dieses wichtige Interview verdient auch den Verweis auf sein Buch "Dick, doof und arm?".
http://www.news.de/gesellschaft/855048642/lieber-offensiv-dick-sein/1/
ala/dpa
FOCUSonline 16.03.2010
Weil ihn die Mithäftling wegen seiner 200 Kilo Körpergewicht malträtieren würden, ist ein notorischer Schwarzfahrer aus Mainz dem Gefängnis entgangen. Auch Arbeitsauflagen bleiben ihm erspart.
Ob der Beklagte gegen diese Art der Diskriminierung vorgehen wird?
Beklagt seien in diesem Zusammenhang exemplarisch manche Kommentare unserer Mitmenschen auf den diversen Presseportalen im Internet. Das nennt sich nun Meinungsfreiheit.
http://www.focus.de/panorama/welt/mainz-schwarzfahrer-zu-dick-fuers-gefaengnis_aid_490310.html
Kurt Geisler
Berliner Zeitung 20.02.2010
Der Plus-Size-Bereich wird immer stärker auf den Modemessen
Na bitte. Lagerfeld und Co. müssen sich nun etwas einfallen lassen. Die Hohe Kunst der Schneidertechnik ist gefragt: Kurven. "Plus-Size" heißt alles über Null (Size zero) – da müssen die Damen und Herren aber in Zukunft noch ein wenig differenzierter denken. Kein Mensch will heute nur schwarz oder weiß!
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0220/magazin/0039/index.html
Red.
dieStandard.at 21.02.2010
Die feministische Initiative ARGE Dicke Weiber tritt gegen den Schlankheitsterror auf - Im Interview mit dieStandard.at sprechen sie über ihre Beweggründe
Bericht über die österreichische Gruppe, die sich selbst »Feministischen Aktionsgruppe dicker Frauen« nennt. Sie zeigen sich nicht nur im Interview sehr stringent, konsequent feministisch, dickenfreundlich und herrlich bunt. Monatliche Treffen in Wien.
http://diestandard.at/1266541104985/Gegen-patriarchale-Normen-Gewichtige-Frauen-Big-is-beautiful
Magda Scheiblbrandner
aep Nr. 4 2010
...wir richten uns her. richten uns ein. richten uns aus. richten uns vor. richten uns nach. richten uns zu. wir werden hergerichtet. werden eingerichtet. werden ausgerichtet. werden vorgerichtet. werden nachgerichtet. werden zugerichtet. wir werden gerichtet. und nach dem richten wir uns... und frau selbst? spielt auch noch mit im spiel um die perfekte zurichtung und wird somit ebenfalls zur zuRICHTERIN. und wer RICHTET? ... die ARGE DICKE WEIBER ...befeiert ein lustvolles leben in körperfülle – abseits der reduktion auf die leibliche hülle.
In der "Feministischen Zeitschrift für Politik und Gesellschaft" des Arbeitskreises Emanzipation und Partnerschaft fügt sich der Beitrag in den österreichischen Diskurs zur Diskriminierung ein. Der Artikel gibt einen historischen Abriss und räumt an der Schnittstelle von Frauen und Dickendiskriminierung mit einigen kollektiven Glaubenssätzen auf. Er steht auf der Webseite der ARGE Dicke Weiber vollständig zur Verfügung.
http://www.aep.at/heft/home.php?year=2010&heft=31#31
Gisela Sämann
Reutlinger Generalanzeiger 01.02.2010
Ernährungswissenschaftler Uwe Knop behauptet: Wer nur dann isst, wenn er wirklich Hunger hat, und nur das, worauf er wirklich Lust hat, der versorgt seinen Körper gut und kann sich Diäten sparen
Knops Buch und seine Thesen werden kurz vorgestellt, der Autor kommt zu Wort und auch die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) Antje Gahl. Sie bestätigt: »Ganz grundsätzlich und für gesunde Menschen stimmt seine These vermutlich.«
http://www.gea.de/magazin/heimat+und+welt/der+bauch+ist+
schlau.888265.htm
Inga Thiede
frauTV Sendung vom 14.01.2010
Drei von vier Frauen wollen laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact abnehmen. Selbst bei den Normalgewichtigen sind mehr als zwei Drittel mit ihrer Figur nicht zufrieden. Die Deutschen sind im kollektiven Abnehmwahn
Recht positive Herangehensweise, der Fernsehbericht ist noch besser als der Text. Beachtenswert sind hier auch die Buchempfehlungen.
http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2010/0114
/thema_2.jsp
Verpassen Sie natürlich nicht die frauTV-Sendung, in der wir vorkommen:
http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2010/0930/
thema_2.jsp
dpa
WELTonline 10.12.2009
Wider den pädagogischen Zeigefinger: Immer emsiger versucht der Staat, unseren Alltag zu reglementieren. Doch wir brauchen kein betreutes Biotop, schreibt Andrea Nahles. Inzwischen besteht sogar schon ein Zusammenhang zwischen Deregulierung der Märkte und der Regulierung des Privaten.
Spannender Artikel wider den Gesundheitsfaschismus. Die SPD-Frau sieht sich in der Tradition der Freiheits-Linken. Sie gesteht anderen ihre Freiheit zu, selbst dann, wenn es ihr nicht unbedingt gefällt, wie diese sie nutzen. Sie distanziert sich von ästhetischer Normierung und stellt einige interessante Zusammenhänge dar.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5479738/Ich-habe-ein-Recht-auf-ungesundes-Leben.html
Redaktion MMW
MMW online 29.10.2009
Vor stark übergewichtigen Patienten haben Ärzte weniger Achtung als vor normalgewichtigen Patienten. Das behaupten zumindest Studienautoren der Johns Hopkins University, die 14 Ärzte und 238 Patienten ausführlich dazu befragt haben. Ob die dicken Patienten auch weniger gut versorgt wurden, haben sie nicht untersucht. Die Autoren warnen aber, dass sich adipöse Patienten oft von Ärzten nicht respektiert fühlen und deswegen den Arztkontakt ganz meiden könnten.
Die Münchener Medizinische Wochenschrift nennt als Quelle: J Gen Intern Med, November 2009. Der obenstehende Artikel ist komplett und fand auch Beachtung in der Welt am Sonntag vom 03.01.2010. Dass Dicke gerade von medizinischem Personal z.T. übel gemobbt werden, ist schon mehrfach in Studien belegt worden. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist zu kommunizieren und - wenn irgend möglich- mit den Füßen abzustimmen!
Übrigens: Das Thema "Diskriminierung in der Medizin" ist eins der Themen, in denen wir unseren Schwerpunkt sehen. Treten Sie an uns heran, wenn Sie unsere Medizinprojekte unterstützen möchten!
http://www.mmw.de/mmw/aktuelle_medizin/nachrichten/content-140104.html
Anna-Lena Roth
sueddeutsche.de 10.09.2009
Kohlehydrate und Zucker sind schlecht, Fett sowieso? Irrtum! Autor Uwe Knop erklärt, warum wir keiner Ernährungsregel glauben sollten. Und warum Pommes und Pizza gesund sind.
Dieses Interview macht Lust auf das Buch von Uwe Knop: Hunger & Lust. Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz. Books on Demand, 13,80 Euro
http://www.sueddeutsche.de/leben/ernaehrungsratgeber-iss-was-du-willst-1.40953
APA
derstandard.at 02.09.2009
Schutz durch Körperfülle senkt Sterblichkeit - Übergewicht bei Gesunden ist hingegen ein Risikofaktor
Klingt paradox – führt aber hoffentlich zu einer differenzierteren Betrachtung.
Und Oma hatte intuitiv recht mit ihrer These: "Du musst was zum Zusetzen haben."
Zur Info: "nutritionDay ist die bisher größte europaweite Untersuchung zur Ernährungssituation in europäischen Krankenhäusern und Pflegeheimen mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit für Mangelernährung bei Patienten und alten Menschen zu erhöhen", (wikipedia).
AP/Angelika Bruder/sueddeutsche.de/mmk
Süddeutsche Zeitung 06.05.2009
Diäten sind der sichere Weg in die Fettsucht, sagen ihre Kritiker. Sie feiern zum 17. Mal den Anti-Diät-Tag und warnen vor den Folgen des Schlankheitsdiktats.
Wir können nur hoffen, dass viele diesen Artikel gelesen haben und ein wenig zum Nachdenken angeregt wurden. Allerdings ist auch hier kritisches Mitdenken angesagt: Ist Adipositas wirklich eine Essstörung? Welche Voraussetzungen müssten dafür gegeben sein? Sind diese Voraussetzungen wirklich (bei jedem/r Dicken, bei der Mehrzahl der Dicken?) gegeben?
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/875/467448/text/
Süddeutsche 5. Mai 2009
Fettpolster um den Bauch gelten als besonders gefährlich - schon ein bisschen Bewegung kann die Gefahr vermindern, zeigt ein Versuch.
Vielleicht ein Ansatz, Diabetes zu behandeln oder vorzubeugen, ohne sich aussichtlosen Abspeckversuchen zu unterziehen.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/889/467462/text/
APA/dpa
derStandard 30. April 2009
Britin abgewiesen - Behörden befürchten hohe Behandlungskosten.
Da fehlen einem die Worte.
http://derstandard.at/?url=/?id=1240550265490
Von Ann-Kathrin Eckardt
Sueddeutsche Zeitung 24.04.2009
Die Bikini-Figur heißt heute "Gesundheitsfigur". Obwohl Hungerkuren nichts bringen, boomt das Geschäft mit den Dicken wie nie zuvor. Warum?
Über Diätenwahn und das „fette“ Geschäft mit den Dicken.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/538/466123/text/
Sigrid Schamall
derStandard 23. April 2009
Wer nicht in den Sitz passt, zahlt drauf: Ryanair will eine extra Gebühr einführen - gut so
Leider muss man soviel Dummheit auch noch ernst nehmen. Interessant auch die sich anschließenden Leserkommentare. Siehe unsere Gedanken und Argumente hier: http://www.gewichtsdiskriminierung.de/flugzeugsitze.html
http://derstandard.at/?url=/?id=1240298004918
Regina Bruckner
derStandard 23. April 2009
Alte, Gebrechliche, Lärmende und Stinker böten sich für einen Extra-Obulus an.
Zu dem Leserkommentar unter dem Artikel: Das Hauptargument dafür, dass Dicke mehr zahlen sollen, ist der Mythos, dass Dicke a) etwas für Ihr Gewicht können und b) mit ein bisschen Disziplin ohne weiteres abnehmen könnten. Beides ist - wie die Fachwelt zunehmend betont - falsch. Kein Mensch nimmt einfach nur so mehrere Dutzend Kilos zu, und sie dauerhaft wieder abzunehmen, ist nachweislich für über 95% der Abnehmwilligen ein Ding der Unmöglichkeit.
http://derstandard.at/?url=/?id=1240298006976
dpa/bilu
Süddeutsche Zeitung 20.04.2009
Übergewichtige haben es schwer: Jetzt sollen sie auch noch mehr zum Klimawandel beitragen als Normalgewichtige.
Besonders beim Vergleich mit Vietnam wären wir vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Genau: Vietnam stößt nicht deswegen weniger Treibhausgase aus als die westlichen Industrieländer, weil es dort weniger Industrie und Verkehr gibt, sondern weil es dort prozentual gesehen weniger Dicke gibt.
Jetzt bliebe nur noch die Frage zu klären, was mit Nauru ist -
wahrscheinlich sind die der Hauptverursacher des Treibhauseffektes.
--> Geradezu klassisches Beispiel dafür, dass Korrelation und Kausalität zwei verschiedene Dinge sind.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/3/465591/text/
dpa/dd
Süddeutsche Zeitung 20.04.2009
Übergewichtige Passagiere, die nicht in einen Economy-Sitz passen, werden künftig bei United Airlines zusätzlich zur Kasse gebeten.
http://www.sueddeutsche.de/reise/993/465582/text/
dpa/tmn
fr-online vom 16.04.2009
Es wird vermutet, die Forscher gehen davon aus und nichts Genaues weiß man nicht. Also, warum sollen dann alte Menschen weniger essen, was soll das?
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/fitness_und_
gesundheit/?em_cnt=1723053&
Von Thorsten Pifan
WELT 15. April 2009
Die Deutschen sind zu dick. Dieser Satz geistert alljährlich neu durch die Öffentlichkeit – genauso wie die Forderung, dass Übergewichtige höhere Krankenkassenbeiträge zahlen sollen. Bei Sandra Maischberger kamen die Dicken auf den Prüfstand. Dabei geriet vor allem einer an den Pranger.
Ein guter Artikel zu einer ganz guten Sendung.
http://www.welt.de/fernsehen/article3557929/
Die-Dicken-am-Pranger-bei-Sandra-Maischberger.html
Von Mirja Kuckuk
Süddeutsche Zeitung 15.04.2009
Stehen Dicke in unserer Gesellschaft am Pranger? Nicht in der Sendung von Sandra Maischberger: Dort bekamen ignorante Schlanke ihr Fett weg. Blieb bei der Diskriminierungsthese, dass selbst das Gesundheitswesen nicht auf Übergewichtige eingestellt sei: TV-Moderatorin Sandra Maischberger.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/464/465057/text/
WELT 14. April 2009
Schwere Kritik an der Gesundheitspolitik: Ein Ernährungsexperte sieht in den Feldzügen gegen die vermeintliche Fettleibigkeits-Epidemie eine Gefahr für die Volksgesundheit. Die Zahlen, nach denen mehr als die Hälfte der Deutschen übergewichtig seien, stammten von einer Gesellschaft, die von Appetitzügler-Herstellern gesponsert werde.
Der Artikel ist in einem skeptischen Unterton geschrieben und überzeugt nicht, das zeigen auch die Kommentare der Leser im Anschluss.
NOVO-argumente 02.04.2009
Die kleinen Bevormundungen durch den Staat, denen wir zunehmend ausgesetzt sind, sind Gegenstand dieses von Horst Wolfgang Boger herausgegebenen Buches.
Es ist auch ein Link angegeben, wo es kostenfrei zum Download bereit steht.
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_pinnwand/artikel/000129
Von Adam Soboczynski
DIE ZEIT 02.04.2009 Nr. 15
Warum dicke Frauen in Zeiten der Krise beliebt sind
Warum? Lesen Sie selbst, interessant, wie weit Diskriminierung gehen kann.
http://www.zeit.de/2009/15/Gesellschaftskritik-15
stern.de 26.03.2009
Frauen wie Queen Latifah, Jennifer Hudson und Beth Ditto haben es vorgemacht: Auch mit dem ein oder anderen Kilo zu viel auf den Hüften kann man in der Showbranche erfolgreich sein.
Eine schöne Fotostrecke.
http://www.stern.de/lifestyle/leute/:Kurvige-Promifrauen-Pfundig/659143.html
von Harro Albrecht
DIE ZEIT 19.03.2009 Nr. 13
Der Staat darf seine Bürger zu einem gesunden Leben zwingen. Wer die Menschen sich selbst überlässt, zementiert auch die soziale Ungleichheit, meint Harro Albrecht.
Da dieser Beitrag in Bezug auf Dickenfeindlichkeit und schlechte Argumentation den Vogel unter den Artikeln der letzten Zeit abschießt, hier eine etwas ausführlichere Stellungnahme:
Mit dem Artikel hat die allgegenwärtige Panikmache im Hinblick auf eine angebliche „Verlotterung“ der Gesundheit der Deutschen eine neue Qualität erreicht. So wird vom Autor ernsthaft die Frage gestellt und letztlich auch bejaht, ob nicht aus Sicht der Gemeinschaft „eine Zunahme der krankmachenden Fettsucht“ letztlich dasselbe sei wie „ein tödlicher Seuchenzug durch Pocken“ und der Staat seine Bürger vor deren Auswirkungen nicht genauso schützen müsse „wie vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten“? – Entgegen der Ansicht von Albrecht kann die Antwort hier nur ein klares und entschiedenes NEIN! sein. Und zwar aus verfassungsrechtlichen ebenso wie aus medizinischen Gründen.
Dass es mit den verfassungsrechtlichen Kenntnissen des ZEIT-Autors nicht allzu weit her ist, offenbart er eindrucksvoll, wenn er in Zusammenhang mit der allgemeine Handlungsfreiheit den Wortlaut von Artikel 2 Absatz 2 [sic!] des Grundgesetzes zitiert, obwohl die allgemeine Handlungsfreiheit bekanntlich in Absatz 1 des entsprechenden Artikels zu verorten ist.
Nun kann man einem gelernten Arzt mangelnde – selbst auch nur elementare – Rechtskenntnisse schwerlich zum Vorwurf machen. Was man ihm jedoch zum Vorwurf machen kann und muss, sind hanebüchene Vergleiche zwischen epidemischen Infektionskrankheiten (wie die vom Autor genannten Pocken und Tuberkulose) und Adipositas. Man mag zu den körperlichen Auswirkungen von Adipositas stehen wie man will, eine nennenswerte Bedrohung für das Leben der Betroffenen – oder gar für andere Personen – stellen sie jedenfalls nicht dar. So hätte den Autor bereits eine kurze Anfrage beim sicherlich unverdächtigen Robert-Koch-Institut darüber informiert, dass sich etwa bei Frauen über 40 Jahren eine adipositasbedingte Verkürzung der Lebenserwartung erst bei einem BMI von über 40 kg/m2 nachweisen lässt (d.h. bei einem Gewicht von über 115 kg bei 1,70 m Körpergröße). – Und selbst bei einem BMI von über 40 kg/m2 liegt das Mortalitätsrisiko dieser Frauen noch immer unter demjenigen eines durchschnittlichen gleichalterigen Mannes.
Kann und darf es daher wirklich die Aufgabe eines freiheitlichen Rechtsstaates sein, Frauen zwangsweise zu „therapieren“, wie dies der Autor unter Hinweis auf die geschlossene Abteilung beim Bezirkskrankenhaus Parsberg („in der therapieunwillige Männer mit Tuberkulose zwangsweise therapiert werden“) fordert, nur weil sie das „Risiko“ eingehen, genauso früh zu sterben wie Männer? Wo lägen in einem solchen Fall dann die Grenzen? Soll für Frauen demnächst wieder jede Berufstätigkeit verboten werden, weil sich eine solche infolge des damit verbundenen Stresses nachweislich negativ auf ihre Lebenserwartung auswirkt? Oder soll im Winter das Verlassen des Hauses verboten werden, da sich hierdurch das Risiko einer potentiell tödlichen Infektion mit Grippeviren deutlich verringert?
Zu Recht setzt die Verfassung hier dem Handeln des Staates Grenzen. Ein Staat, der über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden will, überschreitet diese Grenzen. Denn „ein bisschen Diktatur“ gibt es ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.
http://www.zeit.de/2009/13/M-Gesundheitsdiktatur
DiePresse.com 18.03.2009
Jedes vierte Kind ist übergewichtig. Aber manche Erziehungsstile lassen den Bauchspeck besser wachsen als andere. Eltern sollten Kindern nicht die Führungsrolle beim Essen überlassen.
Mit Empfehlung des Buches "Fit statt dick" von Nicole Seiler.
Autsch! Die Botschaft, dass Kinder so dünn wie möglich sein sollten, ist nicht zu überlesen, und zwar völlig egal, wie es ihnen dabei geht; man beachte auch die Gegenüberstellung von "fit" und "dick" im Titel des empfohlenen Buches. Der Ansatz des Artikels ist der Killer für jedes natürliche und gesunde Essverhalten. Das empfohlene Buch enthält allen Ernstes Esstagebuchseiten, Ernährungspläne und Co. Wenn Ihr Kind dadurch nicht essgestört wird, dann hilft auch kein Dauerhungern mehr.
http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/462018/index.do?
from=suche.intern.portal
Stiftung Warentest
dpa/tmn
fr-online.de 17.03.2009
Berlin. Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand entscheiden bei einer Risikolebensversicherung maßgeblich über den Beitrag. Allerdings gibt es auch von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
ratgeber/geld/?em_cnt=1691520&
von Bettina Steiner
Die Presse Print-Ausgabe 10.03.2009
Nein, hat mein Mann gemeint, er trinke künftig keinen Kaffee mehr.
Amüsante Kolumne über die zweifelhaften Ratschläge der Ernährungswissenschaftler.
http://diepresse.com/home/meinung/weiberrede/459368/
index.do?from=suche.intern.portal
NZZ Online 9. März 2009
Neue Ernährungsrichtlinien für Stadtzürcher Schulen
An Schulen und Horten in der Stadt Zürich gibt es künftig nur noch gesunde und zahnschonende Nahrungsmittel. Die Schulpräsidentenkonferenz hat neue Ernährungsrichtlinien erlassen.
Es dauert nicht mehr lange, dann haben wir auch hier britische Zustände.
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/pausenkioske
_ohne_cola_mars__co__1.2168533.html
von Christian Kortmann
sueddeutsche.de 07.03.2009
Ein Ding aus einer anderen Welt: Die "Bacon Explosion" ist das populärste Rezept im Internet. Mit 10.000 Kalorien handelt es sich um die gegrillte Antithese zum Schlankheitswahn.
Unbedingt lesen und das verlinkte Video von YouTube ansehen, macht einfach Spaß.
http://www.sueddeutsche.de/leben/53/460685/text/
von xifan-yang
jetzt.sueddeutsche.de 04.03.2009
In dieser Rubrik deklinieren wir einmal in der Woche die Welt der Mode durch. Diesmal: Von Size Zero bis Rubens - Zehn Dinge über Kleidergrößen
„Wäre die Venus von Milo ein Kunstwerk der heutigen Zeit und nicht der Antike, würde sie erstmal ordentlich abspecken müssen.“
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/467267
Spiegel 10/2009 2.3.2009, Seite 61
Der US-Ökonom Kevin Volpp von der University of Pennsylvania will herausgefunden haben, dass Fettleibige durch finanzielle Anreize erfolgreich zu Sport und Diät anzuhalten seien.
Nun bringen sich auch Wirtschaftswissenschaftler in die Diäten-Debatte ein. Nach dem Motto, alles ist käuflich, abnehmen gegen Bares. Ob das funktioniert?
von Ingrid Eißele
stern.de 01.03.2009
Fast zwei Millionen Kinder in Deutschland sind übergewichtig. Das hat nicht nur gesundheitliche Folgen - die Jungen und Mädchen leiden unter Hänseleien, sind Außenseiter. Den Frust kompensieren sie oft durch Futtern. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.
http://www.stern.de/kinderkrankheiten/aktuelles/:%
DCbergewichtige-Kinder-Dick-Voll/656129.html
Von Birgit Schmid
NZZ am Sonntag 1. März 2009
Schon Kleinkinder wollen manchmal keinen Bissen mehr essen. Das Kinderspital Zürich will den Appetit mit einer unorthodoxen Therapie anregen.
Eine sehr interessante Sicht auf das Thema Essen im Kindesalter.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/
mit_essen_spielt_man_doch_1.2117427.html
Von Achim Ritz
FR-online.de 28.02.2009
Radieschen, Tomaten, Kresse, Paprika, Sellerie, Äpfel, Gurken, fettreduzierter Frischkäse und Vollkornbrot - auf diesem Frühstückstisch gibt es alles, was das Herz der promovierten Oecotrophologin Reinhild Link höher schlagen lässt. Und das von Grundschulkindern auch?
Sehr lobenswerte Initiative, die da vorgestellt wird. Um mit Udo Pollmer zu sprechen, in einen Kindergarten gehört keine dürre Ernährungstussi, sondern eine gestandene Köchin.
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/
kreis_offenbach/?em_cnt=1682785&
Von Florian Rötzer
heise.de 28.02.2009
Die Interpretation der vorgestellten Studie norwegischer Wissenschaftler, die verschiedene Medien aufgriffen,
(http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=1682549&)
hinterlässt den Eindruck, dass hier mit Furchtappellen auf das Gesundheits- und Vorsorgeverhalten eingewirkt werden soll.
Eigenartig auch, dass sich das bisher nicht in den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamts niedergeschlagen hat...
http://www.heise.de/tp/blogs/3/133478
Von Nina von Hardenberg
sueddeutsche.de 27.02.2009
Immer mehr Deutsche werden immer dicker. Manche hoffen daher auf eine Magenverkleinerung.
Welche Risiken manche Leute eingehen, nur um dünner zu werden, ist erschreckend.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/112/459751/text/
(ap)
FR-online.de vom 27.02.2009
Die Diskussion über die beste Diätform gleicht längst einem Glaubenskrieg
Zum wiederholten Male wurden verschiedene Diäten verglichen und man kommt zu den allseits bekannten Ergebnissen.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_
bildung/aktuell/?em_cnt=1682378&
(dpa/sueddeutsche.de/mmk)
sueddeutsche.de 25.02.2009
Erst feiern, dann fasten - das ist alljährlich ein strammes Programm für den Körper. Ein häufiger Fehler: die Zeit des Verzichts zum rasanten Abnehmen zu nutzen.
Jedes Jahr ein Thema.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/949/459589/text/
(red)
derstandard.at 24. Februar 2009
Forscher vom Biozentrum der Universität Basel haben nun Antikörper identifiziert, die bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen könnten. Damit wäre bei einer bestimmten Gruppe von Adipositas-Patienten zum ersten Mal eine individualisierte medizinische Beratung möglich.
Informativ, lesenswert.Wenn auch praktisch monatlich irgendein anderer Faktor für die Entstehung von Übergewicht gefunden wird.
http://derstandard.at/?url=/?id=1234507850524
(red)
derstandard.at 23. Februar 2009
Es gibt auch Positives zu berichten.
http://derstandard.at/?url=/?id=1234507787423
Material von dpa und ap
heute.de 20.02.2009
Die Behauptung, dass die Hartz-IV-Erhöhung den Tabak- und Alkoholabsatz ankurbele, ist an sich schon stark. Die Kinderhilfe aber begrüßt nicht nur diese Aussage von JU-Chef Mißfelder. Sie will auch Esskurse für Dicke oder eine Kürzung der Mittel.
Die Deutsche Kinderhilfe trägt damit zur Stigmatisierung dicker Kinder bei. Ob das der richtige Weg ist, darf bezweifelt werden. Als ergänzende Lektüre bieten sich die Positionen der Deutschen Kinderhilfe zur „Armutsdebatte“ an.
http://www.kinderhilfe.de/aktuell.php?p=anzeigen&id=172
(SID/sueddeutsche.de/mmk)
sueddeutsche.de 19.02.2009
Vollwertkost ist kein Freifahrtschein, um ordentlich zuzulangen. Trotzdem werden Öko-Cracker gern mit Diät-Keksen verwechselt.
Was sind denn die ganzen Ernährungsempfehlungen wert? Jedes Jahr wird mindestens eine wieder revidiert.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/200/458848/text/
Von Helga Schulz, Fachbereich WD 9, Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Deutscher Bundestag - Wissenschaftliche Dienste, Nr. 14/09, 13.02.2009
Es kann nicht verkehrt sein, die offizielle Meinung zur Problematik des Übergewichts, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu kennen.
http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/uebergewicht.pdf
Von Martin Müller-Bialon
fr-online 12.02.2009
Sport vor dem Fernseher, was für eine geniale Idee. .........
Eine Revolution der Leibesübungen. Nur leider hat die Sache einen Haken: Aus medizinischer Sicht ist das neue Trendspiel Wii "als Mittel zur Bewegungsförderung nicht geeignet".
Eigentlich wussten wir es ja schon immer, ohne Fleiß kein Preis. Schade.
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt
/?em_cnt=1673924&
Von Udo Badelt
ZEIT ONLINE, Tagesspiegel 9.2.2009
Die Deutschen ändern ihre Essgewohnheiten - zum Schlechten. Warum werden wir immer dicker und welchen Einfluss haben fettleibige Mütter auf ihren ungeborenen Nachwuchs?
Ernährungsempfehlungen reichlich. Wenn man das liest, drängt sich die Frage auf, wie die Menschheit bisher nur überleben konnte, ohne die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), ohne deren Ernährungsberichte.
Und: Lustig - In manchen Studien sind es die dicken Mütter, in anderen die dünnen, die für das "Über"gewicht ihrer Kinder verantwortlich gemacht werden. Solange darüber nicht wenigstens ansatzweise Einigkeit herrscht: Besser nicht aufregen!
http://www.zeit.de/online/2009/07/tsp-ernaehrung-dge-bericht
Von Michelle Kossel
ZEIT ONLINE 9.2.2009
Viele Kinder sind zu dick. In einer Hamburger Schule lernen sie mit Sarah Wiener kochen. Danach schmeckt Fastfood nicht mehr ganz so gut
Wie gut, dass wir Sarah Wiener haben. Von ihr kochen lernen ist ja nichts Schlechtes, im Gegenteil. Aber macht es auch immer so viel Spaß wie Fastfood?
Mit Freunden in gewisse Restaurant-Ketten gehen, Fastfood essen, hat doch auch einen Spaßfaktor. Und Fastfood existiert weiter, auch wenn man bei Sarah Wiener kochen gelernt hat.
Außerdem: Gesundes Essen ist für alle gut, für Dicke genauso wie für die Millionen Dünnen, die sich hauptsächlich von Pizza und Softeis ernähren.
http://www.zeit.de/online/2009/07/ernaehrung-schule-kochen
Von Frank Wittig
SWR Fernsehen 05.02.2009, 22.00 Uhr, Odysso - Wissen entdecken
Weichmacher in PVC sind schon lange in der Kritik. Verdacht: Krebsfördernd. Einige Weichmacher wurden daraufhin verboten. Neue Studien zeigen auch für die Ersatzstoffe Alarmierendes: Die im menschlichen Körper hormonähnlich wirkenden Substanzen verringern die Fruchtbarkeit von Männern, verursachen offenbar Übergewicht und begünstigen Diabetes.
Es ist ein Argument gegen die Essens-These. Es ist ein Argument gegen die "Übergewicht verursacht Diabetes"-These. Aber es sollte dabei klar sein, dass es um ein "dicker werden als der Körper eigentlich wäre" geht, nicht um "dick oder dünn" bzgl. absoluter Normen, wie der Artikel glauben macht.
Es ist auch ein typischer Fall dafür, wie Produkte auf den Markt gebracht werden, ohne deren Sicherheit *vorher* angemessen zu prüfen: Giftigkeit wird entdeckt --> Skandal --> Verbot und schneller Ersatz ohne ausreichend Tests für den Ersatz --> Giftigkeit wird entdeckt --> ... (z.B. auch bei Asbest, Handys, drahtloser Datenübertragung, Gentechnik, ADSH-Mitteln ...)
http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=4346702/1mqksjs/index
dpa
fr-online 04.02.2009
Berlin. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hält die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Ampelfarben in Deutschland für vorerst gescheitert. "Es kann in Deutschland jetzt nur eine freiwillige Lösung geben, während das Verfahren auf europäischer Ebene läuft", sagte Aigner der ARD.
Ja, was hat man denn erwartet? Kennzeichnung der Lebensmittel mit Ampelfarben und nach einem Jahr haben alle Bürger den richtigen (was ist der Richtige) BMI?
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1670231&
Von Verena Lueken
FAZ.net 04. Februar 2009
Wer nach den früheren Dokumentationen „Fast Food Nation" und „We Feed the World" mit offenen Augen auf monokulturell beackerte Felder oder wabbelige Hühnerteile im Kühlregal blickt, ist in dem Dokumentarfilm „Food Inc." von Robert Kenner richtig.
Wer sehen will, was ist, und hören, was sein könnte, wer an Veränderung glaubt und vor Horror nicht flüchtet, der ganz normale Kinogänger also, könnte nach diesem Film möglicherweise auf sein Abendessen verzichten.
Sollte man sich diesen Film vormerken?
Von Verena Lueken
FAZ.net 04. Februar 2009
Unsere Art zu essen macht uns krank und den Planeten kaputt. Und es schmeckt noch nicht mal. Michael Pollan, einer der bekanntesten Kritiker der Nahrungsmittelindustrie in den Vereinigten Staaten über die Misere unserer täglichen Ernährung die Chance einer Revolutionierung unserer Essgewohnheiten.
Lesens- und nachdenkenswert.
Von Karin Pollack
derstandard.at 01. Februar 2009 Printausgabe, 2.2.2009
Es sitzt tief im kollektiven Gedächtnis: Wer nicht mehr raucht, wird dick - Dabei stimmt viel eher: Wer zu viel isst, wird dick - Die gute Nachricht: Neo-Nichtraucher können ihr Essverhalten steuern.
Wenn das so einfach wäre, gäbe es sicherlich keine Dicken.
http://derstandard.at/?url=/?id=1233309265338
Von Reinhold Rühl
sueddeutsche.de 25.01.2009
Die Showgrößen und Politiker machen Werbung für umstrittene Firmen und deren Produkte. Verbraucherschützer beobachten diesen Trend mit Sorge.
Pro-Sieben-Doku-Show "The Biggest Loser" wird vorgestellt und insbesondere die Tätigkeit von Kati Witt, der Moderatorin, für die Firma Herbalife.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/232/455905/text/
Von Anna von Münchhausen
FAZ net 22.1.2009
Artikel über den dürftigen Erfolg von Kinder-Abspeckprogrammen.
Solange die Bundesregierung sich weigert, den Zusammenhang von Kalorienaufnahme und Körpergewicht zu untersuchen (Daten gibt es - aus der Nationalen Verzehrsstudie II und der Kinderstudie EsKiMo - genug, sie werden nur nicht ausgewertet), wird man mit Möhren essen und Sport wohl nicht weiterkommen. So einfach wird es nämlich wohl in der Regel nicht sein.
<http://www.faz.net/s/Rub64992C04CF2F
4A2E8399BD4B893B56FE/Doc~EE22F83B1CC
7B4024894B4DA5B3C7441B~ATpl~Ecommon~Scontent.html>
(dabu)
dieStandard.at 21. Januar 2009
Claudia Maria Traint analysiert in ihrem Buch "Im Wendekreis der Waage" das gesellschaftlich tabuisierte Thema Dicksein-Adipositas-Esssucht
Das Buch scheint lesenswert. Das gesellschaftlich tabuisierte Thema Übergewicht wird als Essstörung definiert.
Claudia M. Traint:
Im Wendekreis der Waage
Eine Abrechnung mit Schlankheitswahn & Schönheitsindustrie
Milena Verlag 2008
ISBN 978-3-85286-171-5
Euro 14,50
http://diestandard.at/?url=/?id%3d1231152372600
Von Christina Böck
DiePresse.com 20.01.2009
Diät-Folterknecht Sasha Walleczek nimmt sich jetzt dicke Kinder vor. Öffentliche Bloßstellungen sind vorprogrammiert.
http://diepresse.com/home/kultur/medien/tvkritik/445430/
index.do?from=suche.intern.portal
gegen-hartzIV.de 19.1.2009
Die Arbeitsagentur in Flensburg vergibt Ein-Euro-Jobs eigens für "dicke" Hartz IV Empfänger und übersteigt damit deutlich seine Kompetenzen.
Das gibt es wirklich, das ist kein Scherz, auch wenn man es kaum für möglich hält!
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eineurojobs77625001.php
dpa/mmk
sueddeutsche.de 16.01.2009
Britische Frauen fürchten laut einer Umfrage überschüssige Pfunde mehr, als an Krebs zu erkranken.
Wie krank muss eine Gesellschaft sein, in der Frauen zu solchen Verhaltensweisen gedrängt werden?
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/768/454450/text/
Von Dagny Lüdemann und Sven Stockrahm
ZEIT ONLINE 16.1.2009
Auf der Grünen Woche finden Besucher reichlich Informationen über gesundes Essen. Manche Irrtümer dazu halten sich allerdings hartnäckig.
Eine schöne Fotostrecke, die über die Grüne Woche berichtet und Ernährungsmythen auf den Grund geht.
http://www.zeit.de/online/2009/04/bg-gruenewoche
Focus 16.1.09
Eine Epidemie dicker Kinder lässt sich wissenschaftlich kaum belegen. Weit weniger sind betroffen, und vor allem soziale Faktoren spielen eine gewichtige Rolle.
Es gibt sie doch noch, die realistischeren Stimmen.
merkur-online 15.1.2009
Bad Tölz - Die Tölzer werden immer dicker. Damit steigen auch die Anforderungen an Krankenhaus und Rettungsdienst.
Gute Nachricht. Der stille Vorwurf, dass die Dicken so viel mehr Kosten verursachen, ist allerdings unübersehbar.
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/kliniken-ruesten-sich-dicke-31557.html
Welt-online 13.1.2009
London - Die Behörden der nordenglischen Stadt Leeds haben einem adoptionswilligen Ehepaar das Sorgerecht für ein Kind verweigert, weil der Mann zu viele Kilos auf die Waage bringt.
Was soll man dazu noch sagen, man fasst es einfach nicht.
http://www.welt.de/welt_print/article3014881/Mann-ist-zu-dick-um-Kind-zu-adoptieren.html
Von Peer Schader
FAZ 9.1.2009
Ein Kühlschrank mit dem eigenen Namen
Von Julia Müller
Brigitte 8.1.2009
Wer die meisten Kilos verliert, gewinnt. 14 Kandidaten wollen in der neuen Reality-Show "The Biggest Loser" auf ProSieben abspecken. Schon in der ersten Folge lernen wir: Diäten machen keinen Spaß!
Vielleicht sollte man manche Leute doch vor sich selbst schützen.
http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/the-biggest-loser/index.html?p=1
Von Nikolaus von Festenberg
Spiegel-online.de 8.1.2009
Fernsehen mal so richtig dünn: An sechs Donnerstagen versammelt Deutschlands ewige Eisprinzessin Katharina Witt dicke Deutsche zum Wetthungern. Die aus den USA importierte Show "The Biggest Loser" ist ProSiebens neueste Maßnahme der Prekariatserziehung.
Sehr treffender Kommentar eines sich zu seinen 120 kg bekennenden Spiegel-Redakteurs.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,600023,00.html
Von Achim Ritz
FR-online.de 8.1.2009
Die Stadt Neu-Isenburg möchte den Themen gesunde Ernährung und Bewegung mehr Gewicht verleihen. Am Montag, 12. Januar, beginnt in der Stadtverwaltung in der Hugenottenallee das bundesweite Pilotprojekt "Das schlanke Rathaus". Damit ist nicht - wie so oft formuliert - der Personalabbau gemeint, sondern es geht um die Pfunde und um die Gesundheit der Beschäftigten der Stadt.
Wie weit soll die Bevormundung noch gehen?
Der Clou: Wer an der öffentlichen Zurschaustellung und dann einem der Angebote teilnimmt, bekommt zwei Arbeitsstunden geschenkt!
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/kreis_offenbach/?em_
cnt=1655797&
Gutartiges Übergewicht.
FAZ 31.12.2008
Es ist eine gute Nachricht für Übergewichtige, aber nicht für alle unter ihnen. Gut die Hälfte aller Übergewichtigen und fast ein Drittel der Fettleibigen entpuppten sich in einer amerikanischen Studie mit 5440 Teilnehmern als stoffwechselgesund. Das bedeutet, dass Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes und ungünstige Fettwerte nicht zwangsläufig mit dem Übergewicht einhergehen.
Text: F.A.Z., 31.12.2008, Nr. 305 / Seite N2
Die Standard 23.12.2008
Die meisten Institute behandeln nur Frauen mit einem BMI unter 30 - Studie zeigt nun, dass Übergewichtige weder seltener schwanger werden noch mehr Kosten verursachen.
Von Veronika Schmidt
Die Presse 23.12.2008
Molekularbiologie. Im Wiener IMBA wurde ein Dogma der Diabetes- und Fettleibigkeits-Forschung umgestoßen.
http://diepresse.com/home/techscience/wissenschaft/
440024/index.do?from=suche.intern.portal
Von Christoph Manus
fr-online 17.12.2008
Die Situation dürfte an anderen Schulen ähnlich sein.
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/stadt_
offenbach/?em_cnt=1646782&
Die Standard 16.12.2008
Um den gravierenden Folgen des Schönheits-Terrors entgegen zu wirken, bedarf es vor allem eines Wertewandels, war man sich beim Kongress "Der gemachte Körper" einig.
http://diestandard.at/
focus 15.12.08
Branchen, in denen körperliche Fitness erforderlich ist, könnten Nachwuchsprobleme bekommen - denn viele Bewerber sind zu unbeweglich für die Arbeit.
Neue "Horrormeldungen", neue Studien, und dann taucht an einer Stelle verschämt der Satz auf, Zahlen gebe es aber noch nicht.
Von Claudia Ehrenstein
WELT 13. Dezember 2008
Weihnachten ist das Fest des guten Essens. Eine schwere Zeit im Kampf gegen Übergewicht.
Wie man etwas gelassener mit Weihnachtsstress umgehen kann.
http://www.welt.de/welt_print/article2871442/Nimms-leicht.html
Andrea Hennis mit Material von AP
focus 12.12.08
Mit dickleibigen Kindern will keiner spielen. Auch werden sie häufiger als andere für dumm und faul gehalten, ergab eine Studie der Uni Tübingen.
Problem erkannt, aber Lösungsansätze lassen zu wünschen übrig. Außer den allgemein bekannten Ernährungsempfehlungen nichts Neues, wirklich Konstruktives.
Süddeutsche Zeitung 11.12.2008
Das Übergewicht von Kindern wird gern beklagt. Dennoch fühlen sich die meisten Neun- bis 14-Jährigen in ihrer Haut rundum wohl.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/486/451201/text/
focus 11.12.08
Viele Schwangere nehmen Medikamente gegen zu hohes Blutfett ein. Das könnte dramatische Folgen für das Kind haben.
Könnte interessant sein für jüngere Frauen mit Kinderwunsch.
netdoktor.de 11.12.08
München - Ein Mangel an Vitamin D fördert bei Mädchen in der Pubertät die Gewichtszunahme und beeinträchtigt das Wachstum. Das berichtet ein amerikanisch-kanadisches Forscherteam im Fachmagazin „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism" (DOI: 10.1210/jc.2008-1575).
Interessantes zum Nachdenken.
http://www.netdoktor.de/News/Pubertaet-Vitamin-D-Mangel-
1129924.html
Von Christine Eichelmann
WELT 10. Dezember 2008
Bulimie ist die Sucht mit der höchsten Sterblichkeitsrate: Während jedoch in der Öffentlichkeit vor allem über Übergewicht diskutiert wird, magern gerade junge Mädchen oft im Verborgenen bis zum Skelett ab. Zwei ehemalige Betroffene aus Berlin berichten, wie schwer das Leben mit der Sucht nach weniger Gewicht ist.
http://www.welt.de/wissenschaft/article2857192/Absturz-
hinter-einer-perfekten-Fassade.html
Von Matthias Heitmann
novo-argumente 09.12.2008
Dieser Artikel ist auch auf der Website des Deutschen Wellnes Verbandes erschienen: http://www.wellnessverband.de/infodienste/
beitraege/081212_waschbrettbauch.php
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0008
focus 06.12.08
Extremes Übergewicht bei Kindern ist oft ein Familienproblem. Ist ein Kind fettleibig, sind meist auch Eltern und Geschwister übergewichtig. Bis zur Pubertät ist dabei vor allem der Einfluss der Mutter prägend.
Aber klar: Die Gene können es ja nicht sein! Sicherlich (und hierfür gibt es leider überhaupt keine Belege; Zwillingsstudien legen sogar das Gegenteil nahe) sind die faulen, verfressenen Mütter schuld.
focus 06.12.08
Da beschweren sich Tierfreunde oft, wenn Hundehalter ihren Liebchen zuviel zu fressen geben. Allerdings können in Ausnahmefälle überflüssige Pfunde auch lebensrettend sein, wie ein Fall im US-Bundesstaat Wisconsin zeigt.
Na, das ist doch auch mal eine gute Nachricht.
merkur-online, Fürstenfeldbruck 05.12.08
Fürstenfeldbruck - Die Rettungswache Germering soll einen speziellen Rettungswagen für an Fettleibigkeit, medizinisch Adipositas genannt, leidende Menschen bekommen.
Es bewegt sich ja doch was.
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/rettungswagen-
schwergewichtige-23944.html
Von Mirja Kuckuk
Süddeutsche Zeitung 05.12.2008
Zu fett, zu viel, zu süß: Wir ernähren uns schlecht. Das sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die ihren alle vier Jahre erscheinenden Bericht vorlegt.
Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie 2008
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/736/450458/text/
Von Philipp Schmeinta
WAZ Jugend 01.12.2008
Märkischer Kreis. Was im Kindergarten meist harmlos beginnt, wird spätestens auf den weiterführenden Schulen für manchen zur Qual. Mobbingopfer und -täter berichten, wie sie sich fühlen.
Wie Kinder im Alltag Mobbing erleben, was es bei ihnen anrichten kann, wie sie damit zurecht kommen, oder eher auch nicht.
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/luedenscheid/
jugend/2008/12/1/news-95158470/detail.html
Süddeutsche Zeitung 01.12.2008
Klartext seitens Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner: Anstatt auf die besinnliche Lebkuchen-Zeit einzustimmen, ruft sie zum kollektiven Abspecken auf.
Dieser Artikel ist Teil eines Spezials : "Du bist, was du isst"
Noch mehr zweifelhafte Vorschriften, auf die der Verbraucher gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit nur noch gewartet hat.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/32/449757/text/
Das Gespräch führte Brigitte Pavetic
WELT 30. November 2008
Die Hamburger TV-Moderatorin und Buchautorin Tine Wittler zeigt, wie Frauen mit ihren Pfunden wuchern können
Vom Umgang mit sich selbst, Normen, Selbstakzeptanz.
http://www.welt.de/wams_print/article2805140/Trauriger-Moppel
-oder-pralle-Prinzessin.html
Von Martin Leidenfrost
Die Presse 28.11.2008, Print-Ausgabe 29.11.2008
In der Serie „Brüssel zartherb": der Kampf gegen die Dicken - und meine Mettwurscht in Luxemburg.
Ein Bericht aus Brüssel, der dem Verdacht nachgeht, dass nach den Rauchern nun die Dicken dran seien.
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/433766/
index.do?from=suche.intern.portal
von Peter Muehlbauer
TELEPOLIS 25.11.2008
Die Meldung aus Kanada wird von P. Mühlbacher kommentiert. So weit, so gut.
Richtig interessant wird es, wenn man die dazu abgegebenen Kommentare im Forum anklickt.
Höchst aufschlussreich, wie (teilweise bösartig) Mitmenschen da so über ihre gewichtigeren Zeitgenossen urteilen.
http://www.heise.de/tp/blogs/3/119363
Focus Online 19.11.2008
Etwa 60 Prozent aller Frauen sind mit 50 Jahren übergewichtig. Davon gelten rund 24 Prozent sogar als fettleibig. Verantwortlich für diesen Effekt sind häufig der sinkende Energiebedarf und die körperlichen Veränderungen während der Wechseljahre.
Dieser Artikel, wie viele andere Publikationen auch, macht aus dem Altern und den damit einhergehenden ganz normalen, natürlichen Vorgängen im Körper, eine Krankheit.
Es wird auch gleich auf eine Ernährungsberatung beim Gynäkologen verwiesen. Ist das jetzt die Aufgabe des Gynäkologen? Oder denkt er dabei nur an sein Konto?
Focus Online 11.11.2008
Rundliche Frauen sind deutlich unbeherrschter als schlanke. Männer haben ihre Impulse besser im Griff – ganz unabhängig vom Gewicht.
Wieder eine Studie, die einem doch sehr an den Haaren herbeigezogen erscheint. Der Artikel ist vom 11.11., vielleicht ein Faschingsscherz, allerdings kein besonders guter. Das Schlimme ist nur, dass solche Studienergebnisse von zu vielen geglaubt werden.
Von Daniela Kuhr
Süddeutsche 8.11.2008
Artikel über das neue Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das entschieden hat, dass die Diskriminierungsverbote des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auch im Rahmen des Kündigungsschutzes Anwendung finden.
http://www.sueddeutsche.de/053383/327/2621924/Schutz-vor-
Diskriminierung.html
ZEIT online - Zünder 2008/11
Du hast einen großen Hintern? Buhu. Mach das Beste draus, sagen Fettes Brot. Und fordern mehr Akzeptanz für den normüberschreitenden Arsch.
Ein Interview von Chris Köver und Natascha Heinrich
So kann man es auch sehen! Sehr erfrischend, sehr gut. Lesenswert.
http://zuender.zeit.de/2008/11/interview-fettes-brot-hintern?page
=all
Focus online 31.10.2008
Fettpolster sind kein Hindernis für ein erfülltes Liebesleben. Übergewichtige Frauen haben laut einer US-Studie sogar mehr Sex als schlanke.
Da schaut’s her... dachten wir es uns doch!
Von Nicola von Lutterotti
Neue Zürcher Zeitung 29.10.2008
Arzneimittel gegen psychische Störungen werden vermehrt auch bei Kindern verschrieben. Damit erhöht sich deren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie eine Studie zeigt.
Von Peer Schader
FAZ.NET Feuilleton 23.10.2008
Die FAZ widmet sich ausführlich der Sat.1-Arztserie „Dr. Molly & Karl“. Eine dicke Frau, eine Ärztin, in einer Hauptrolle im Fernsehen, ja, fast wie im richtigen Leben. Urteilen Sie selbst.
Von Ewald Hetrodt
Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.10.2008
Übergewichtige Menschen haben einen Anspruch darauf, menschenwürdig behandelt zu werden, gerade und auch in kritischen Situationen. Dass das geht, zeigt z.B. der Artikel.
Frankfurter Rundschau 22.10.2008
Birgitta Jacoby (52) berichtet aus der Arbeit der von ihr gegründeten Selbsthilfegruppe.
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/stadt_
offenbach/
?em
_cnt=1617316&
Von Christina Berndt
Süddeutsche 17.10.2008
Dicke sind offenbar ein Opfer ihrer Biochemie. Ihr Gehirn reagiert langsamer auf Nahrungsaufnahme, berichten US-Forscher.
Mal völlig unabhängig davon, was zu der Studie zu sagen wäre: Der Titel drückt alles aus, was an Vorurteilen über Dicke auf der Straße und in den Fitnessstudios kursiert: Dicke sind faul, bräsig und saturiert, und zwar so sehr, dass ihr Gehirn sogar zu träge ist, um satt zu werden. Haben wir das nicht alle schon lange geahnt.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/488/314388/text/
aerztlichepraxis.de 17.10.08
Immer mehr Deutsche sind übergewichtig. Das schränkt nicht nur den Alltag der Betroffenen ein, sondern erschwert auch medizinische Diagnosen. Zudem sind Kliniken oft nicht für solche "Schwergewichte" ausgestattet.
Hier wird allen Ernstes z.B. darüber diskutiert, dass Adipöse "ein absolutes Minusgeschäft" für die Kliniken seien.Unserer Meinung nach ein beängstigend respektloser Artikel, in dem Dicke wie Vieh und als nutzloser Kostenfaktor dargestellt werden.
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gz_therapie_
uebergewicht
_122424353333.htm
focus 16.10.2008
Bei Kindern sind Therapien gegen Übergewicht häufig erfolgreich. Das zeigt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Universität Ulm.
Was uns hier besonders interessieren würde: Wie dick waren die Kinder drei bis fünf Jahre später? Ein kurzfristiger Abnehmerfolg funktioniert auch bei Erwachsenen. Nur: Er führt langfristig in der Regel zur Gewichtszunahme.
Frankfurter Rundschau 14.10.2008
Weider einmal eine neue Studie, die "erstaunliche" Ergebnisse hervorbringt. Dick sei nicht gleich Dick und es soll doch tatsächlich Dicke geben, die ganz gesund sind, man glaubt es kaum!
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt
=1612805&
Frankfurter Rundschau 13.10.2008
Verzerrte Körperwahrnehmung, Hungern als Teil der Persönlichkeit, die Gefahren der Magersucht und eine neue Behandlungsmethode namens Spiegeltherapie.
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1612202&
Von Solmaz Khorsand
DIE ZEIT 09.10.2008 Nr. 42
Das Land wird immer fetter. Vor allem Kinder und Jugendliche futtern sich in Österreich krank, warnen die Ärzte
Der Artikel ist eine Aneinanderreihung von niederschmetternden Aussagen, ohne Lösungsansätze. Er erweckt den Eindruck, der Autor müsse so "drahtig" sein wie der Lehrer, den er zitiert. Mit Lehrern und Autoren, die sich derart verächtlich über Kinder äußern, ist der Problematik mit Sicherheit nicht gedient.
http://www.zeit.de/2008/42/Oesi-Generation-XL
STERN Fotostrecke 05.10.2008
Zwei Einkommen, keine Kinder: Da darf es ruhig etwas teurer sein, und schicke Coupés drängen sich geradezu auf. Ein bisschen Platz fürs Reisegepäck brauchen DINKs natürlich. Ansonsten aber ist Selbstverwirklichung pur angesagt - zum Beispiel mit diesen Modellen.
Werbung für Superautos, in jeder Hinsicht.
Das ist noch nicht mal lustig.
http://www.stern.de/auto/service/:Kauftipps-Vier-Reifen-
Kinder-
/641224.html?cp=1
Von Michael Wasner
Thüringer Allgemeine 27.09.2008
Dick, noch dicker,
deutsch − seit bekannt
wurde, dass
die Deutschen in der
europäischen Moppel-Liga den Bauch vorn haben, soll ein ganzes Land auf Diät
gesetzt werden.
Doch in einer vom
Dünnsein besessenen
Gesellschaft
droht erst recht die
Diskriminierung jener,
die nicht die
Vorgaben erfüllen.
Ein Artikel, in dem die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung namentlich genannt wird (vielen Dank an die Redaktion!). Die Seriosität des Beitrags lässt zwar zu wünschen übrig, aber der Tenor ist sehr lobenswert.
http://www.thueringer-allgemeine.de/
(Artikel steht nicht mehr zum Download zur Verfügung, kann aber unter info
gewichtsdiskriminierung.de angefordert werden.)
Von Harald Lemke
NZZ Online 19.09.2008
Der Philosoph Harald Lemke ist Privatdozent an der Leuphana-Universität Lüneburg und Autor u. a. von «Ethik des Essens. Eine Einführung in die Gastrosophie» (Akademie-Verlag 2007).
Eine interessante, zum Nachdenken anregende Auseinandersetzung mit unserem „süßen Leben“.
.
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/der_weltgeist_des_zuckers
_1.854026.html
By Dominic Lawson
The Independent 29.08.2008
Dominic Lawson weist in seinem exzellenten Artikel darauf hin, dass Übergewichts-Statistiken politischen Zwecken folgen. Der letzte Satz fasst es wunderbar zusammen: "... we should still treasure the freedom to grow into shapes which reflect our own pleasures, rather than the requirements of conventional wisdom or the box-ticking desire of officialdom for a lower national average waistline." Hört, hört!
By Lauren Gard
SF Weekly 26.08.2008
Sehr guter Artikel über die US-amerikanische Dickenaktivistin Marilyn Wann und ihre Kampagne, 1000 dicke Kraniche an die japanische Regierung zu schicken. Nach japanischer Legende hat jemand, der so viele Kraniche faltet, einen Wunsch frei. Marilyn Wanns Wunsch war der Frieden im Kampf um den eigenen und fremde Körper überall auf der Welt, auch in Japan, wo ein neues Gesetz Firmen und Regionalregierungen dazu zwingt, den Bauchumfang ihrer Angestellten zu messen und strenge Regeln bezüglich deren Körpergewicht in Kraft zu setzen.
Von Heike Hupertz
Frankfurter Allgemeine Zeitung 26.08.2008
Sehr guter Kommentar zu dem Kinofilm ”Schwer verliebt”, der SAT 1 – Produktion “Gefühlte XXS - vollschlank & frisch verliebt” und der österreichisch-deutschen Koproduktion ”Molly&Mops - 100 Kilo Liebe” des ZDF. Er kommt ohne erhobenen Zeigefinger, Vorurteile und Klischees aus.
WELT 24.08.2008
Na bitte, es geht doch, der Asklepios-Sprecher teilt mit, dass die Patientengruppe der Übergewichtigen mehr Berücksichtigung findet.
http://www.welt.de/wams_print/article2344839/Zu-dick-fuer-normale-OP-Tische.html
Von David Meiländer
Stern 23.08.2008
Nun müssen auch noch hohe Spritpreise und drohende Entlassungen für Abspeckmaßnahmen herhalten, vom Arbeitgeber verordnet. Welche Auswüchse erwarten uns noch?
Süddeutsche Zeitung 22.08.2008
Dicke Kinder sollen mit Mobiltelefonen ihre Bewegung und Ernährung unter Kontrolle bringen. Diese ungewöhnliche Methode wird auf Usedom erprobt.
Es wird beschrieben, wie mittels Handy, mit eingebauter Kamera, Bewegungs- und Essverhalten von Kindern und Jugendlichen kontrolliert werden kann.
Es soll damit, mit entsprechender Anleitung und Auswertung, das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise geschärft werden.
Welches Verhalten wird als nächstes ins Visier genommen?
Diese Methode ist nicht nur ungewöhnlich, sie erscheint auch sehr fragwürdig.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/222/307177/text/
Süddeutsche Zeitung 11.08.2008
Ernährungsberater sprechen bei der Diskriminierung von Übergewichtigen mittlerweile von einem neuen Rassismus: Dicke werden extrem benachteiligt.
Dieser Artikel ist Teil eines Spezials : "Du bist, was du isst"
Im Artikel wird auf die Diskriminierung Dicker, ihre Stigmatisierung und die daraus resultierenden Folgen für die Betroffenen hingewiesen. Es wird von einer Art neuem Rassismus gesprochen, von Vorurteilen, gegen die Übergewichtige anzukämpfen haben.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/927/305892/text/
FOCUS 27.07.08
Übergewicht: Trügerischer Blick auf andere. Wer von dicken Freunden umgeben ist, fühlt sich selbst relativ schlank. Auch ein geringer Bildungsgrad sorgt für Zufriedenheit mit der eigenen Figur.
Das übliche Geschwafel, was darauf hinausläuft, dick ist gleich doof. Muss man nicht gelesen haben. Man sollte aber wissen, dass solche „Weisheiten“ immer wieder verbreitet werden.
pap/University of Warwick
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/uebergewicht-
truegerischer-blick-auf-andere_aid_320299.html
Von Michael Miersch
WELT 21.07.2008
Gute Argumentation, lesenswert.
http://www.welt.de/welt_print/article2233676/Das_Volk_eine
_einzige_Problemzone.html
Neue Zürcher Zeitung 18.07.2008
In der Geschichte der präventiven Bemühungen um die Gesundheit der Bürger kommen unverbindliche Ratgeber ebenso vor wie Ausgrenzung und Verbrechen. Der Historiker Philipp Sarasin kennt das Spannungsfeld zwischen der freien Sorge um sich selbst und der heiklen Definition entsprechender Normen.
Sehr interessanter Beitrag, der sich der mit „dem Verhältnis von staatlicher Regelung und individueller Handlungsfreiheit rund um die Gesundheit des eigenen Körpers“ intensiv auseinandersetzt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/gute_und_zwielichtige_pfade
_zur_gesundheit_1.786488.html
Von Michael Höfling
WELT 09.07.2008
Studie: Kampf gegen Fettleibigkeit wird Anlage-Trend - Sektoren Pharma, Nahrungsmittel und Konsum profitieren
Mit der Diskriminierung Übergewichtiger dürfte es bald vorbei sein. Wenn man diesen Artikel weiterdenkt, entwickelt sich das Dicksein zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, wird eine zunehmend größere Rolle im Finanzsektor spielen!
http://www.welt.de/welt_print/article2193150/15_Aktien_zum
_Uebergewichten.html
Von James Hamilton-Paterson
DIE WELTWOCHE 25.06.08 aus Ausgabe 26/08 | Hintergrund
Übergewichtige werden neuerdings sogar für die Nahrungskrise und den Klimawandel verantwortlich gemacht. Das ist pure Heuchelei und Verlogenheit: In Wirklichkeit profitiert die Weltwirtschaft enorm von ihnen.
Den Artikel konnten wir leider nicht lesen, er stand online nicht zur Verfügung.
Für alle, die Zugang haben, ist er sicher empfehlenswert.
STERN 25.06.2008
Nachdem dem Lesen der Informationen über diesen Aktionsplan, ist man so schlau wie vorher, viel Aktionismus und die Frage: Was soll das Ganze?
Die Bevormundung, scheint es, soll immer mehr ausgebaut werden. Wem nützt das?
Von Zint
ZEIT online 28.05.
Wissenschaftler finden Erstaunliches heraus: Wie von Geisterhand kommt die Epidemie der fetten Jugend in den USA zum Stillstand. Und vielleicht gab es sie sogar nie.
http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/05/28/dicke-kinder-wo_78
ZEIT online 06.05.2008
Adieu, Schlankheitswahn! Der 6. Mai soll für ein neues körperliches Selbstbewusstsein stehen.
Ein Interview mit Sigrid Borse, Leiterin des Frankfurter Zentrums für Essstörungen.
Das Gespräch führte Stefanie Golla.
http://www.zeit.de/online/2008/19/Interview-No-Diet-Day?page=all
Von David Deißner
WELT 08.04.2008
Nun hat die Gewichtsdiskriminierung sogar die Bundeswehr erreicht...
http://www.welt.de/politik/article1881955/Scharfe_Kritik_an_der
_neuen_Musterungspraxis.html
Brigitte 01.02.2008
Die Deutschen: ein Volk von Dicken - und es werden immer mehr. Dennoch: Lasst uns bloß mit nationalen Abspeckplänen in Ruhe, meint BRIGITTE-Autorin Susanne Gerlach.
http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/verzehrstudie/index.html
Stern 31.01.2008
Von Tim Garcha/zefa/Corbis
Die neu erschienene Ernährungsstudie stellt einen Zusammenhang zwischen Bildung und Übergewicht her. Aber sind Dicke wirklich dumm, dafür aber lustig und gemütlich? Im stern.de-Interview räumt Ramona Gerbing vom Adipositasverband International mit den gängigsten Vorurteilen auf.
Interview: Thomas Krause mit Ramona Gerbing vom Adipositasverband International
Gutes Interview, das sich mit Vorurteilen, Diskriminierung gegenüber Übergewichtigen auseinandersetzt und gute Argumente liefert.
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:%DCbergewicht-
/609533.html?q=dick%20und%20doof
Kerstin Gartmann
Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität zu Osnabrück 2008
Wichtigstes Ergebnis dieser Arbeit ist die Erkenntnis, dass die weibliche Wahrnehmung des Körperbildes (aktuell und ideal) sich in die Richtung der in der Werbung dargebotenen Figur ändert. ... So wurde zum Beispiel festgestellt, dass während Idealkörperwerbung sich bei körperzufriedenen Frauen eher positiv äußert (Assimilationstendenzen), bei körperunzufriedeneren Frauen mit negativen Werbewirkungen (Kontrasteffekte) gerechnet werden muss.
Einmal mehr die Erkenntnis.
Von Michael Miersch
DIE WELTWOCHE 16.01.08 Ausgabe 03/08 | Hintergrund
Immer mehr Verbände und Behörden rufen zum Kampf gegen Übergewicht auf. Wissenschaftler dagegen zweifeln, ob Dicksein ungesund ist. Aktueller Forschungsstand: Ein paar Kilos mehr verlängern das Leben.
Eine sehr "gesunde" Sicht der Dinge.
http://www2.weltwoche.ch/ausgaben/2008-03/artikel-2008-03
-je-dicker-desto-gesuender.html
NOVO Magazin für Zukunftsdenker Juli/August 2007 NOVO 89
Thilo Spahl fragt: „Sorgt ihr euch noch, oder lebt ihr schon?
Über Sinn und Unsinn von Studien, Kampagnen u.ä.
http://www.novo-magazin.de/89/novo8922.htm
NOVO Magazin für Zukunftsdenker Juli/August 2007 NOVO 89
Matthias Heitmann hat die politische Rezeptur des nationalen Schlankheitswahns analysiert und festgestellt, dass dieser weniger auf die Reduktion unseres Gewichts, sondern unserer Selbstbestimmtheit abzielt.
Sehr interessante, lesenswerte Analyse.
http://www.novo-magazin.de/89/novo8920.htm
Von Birgit Herden
DIE ZEIT - WISSEN 17.05.07
Die Deutschen sind viel zu dick. Damit das Fett schwindet, müssen wir lieben Gewohnheiten abschwören.
Artikel, in dem die Grundlagen für das gelegt werden, was die Bundesregierung mit ihren Aktionen im Jahr 2008 dann versucht hat umzusetzen: die "obesogenic environment" (ungefähr: dickmachende gesellschaftliche Umstände) zu bekämpfen und mit Aufklärungsarbeit dafür zu sorgen, dass Migrantenkinder sich besser ernähren. Genauso wie die Aktionen der Bundesregierung greift dieser Artikel, wie inzwischen auch in der Presse immer mehr hervorgehoben wird, zu kurz. Mit mehr Bewegung und weniger Essen ist es eben nicht getan.
http://www.zeit.de/2007/20/M-Adipositas
Achel
Der Spiegelfechter 06.05.2007
Horst Seehofer... schickte ... seine chronisch unterbezahlten Handlanger in die Welt hinaus, um ein Thema zu finden, das seiner würdig ist. Der aktuelle Handlanger des Monats traf dann in einer schummrigen Bar die Studie der International Association for the Study of Obesity, die ihm erzählte, dass der Deutsche an sich zu dick sei.
Das Szenario verliert nicht an Aktualität. Die politisch motivierte Überzeichnung dürfte noch so manches Auge öffnen. Angesichts aktueller Debatten schaue ich verstohlen in meinen neuen Personalausweis: Steht jetzt vielleicht wirklich schon der BMI mit drin?
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/128/schone-dunne-welt
DIE ZEIT online 22.03.07
Ist Abnehmen gesund oder gefährlich? Die Experten sind sich uneins.
http://www.zeit.de/2007/13/M-Abnehmen-Kasten
Von Birgit Herden
DIE ZEIT online 22.03.07
Die bittere Erkenntnis der Wissenschaft: Der Kampf gegen das Übergewicht ist am Ende aussichtslos.
Sein "Übergewicht" dauerhaft loszuwerden, ist eine Illusion; ebenso ist völlig unklar, ob Abnehmen irgendwelche gesundheitlichen Vorteile bringt.
-- Unsere Rede seit 17/18. Schreiben Sie also lieber Romane oder gehen Sie Tango tanzen als sich mit einem derartig aussichtslosen Kampf zu belasten.
http://www.zeit.de/2007/13/M-Abnehmen
Von Christiane Grefe
DIE ZEIT online 28.09.2006
Dicke Kinder werden ausgegrenzt und stigmatisiert. Eine Diät und mehr Sport allein helfen den Kleinen auf lange Sicht nur selten. Denn Übergewicht ist oft ein soziales Problem.
http://www.zeit.de/2006/40/MS-Ernaehrung
Von Harro Albrecht
DIE ZEIT online 30.09.2004
Übergewichtige fühlen sich von Gesundheitsaposteln verfolgt. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Fettpolstern und frühzeitigem Tod nicht eindeutig belegt. Ein kritischer Blick auf eine Debatte, die zunehmend hysterische Züge trägt.
http://www.zeit.de/2004/41/M-Dicke
Von Marianne Fehr
DIE WELTWOCHE 15.09.04 Ausgabe 38/04 | Top Storys
Auf dem Heiratsmarkt haben Kriminelle größere Chancen als Dicke, und im Berufsleben wirkt jedes Kilo Übergewicht wie eine Gehaltsbremse. Dabei hat Fettsucht nichts mit Willensschwäche zu tun. Ein Bericht über schwere Schweizerinnen und ihre rüde Umwelt.
Den Artikel konnten wir nicht lesen, er stand online nicht zur Verfügung.
Für alle, die Zugang haben, empfehlenswert.
Matthias Thalhammer
netdoktor.de 01.03.2004
Bulimie und Magersucht: Essstörungen sind auch bei Männern auf dem Vormarsch. Hinter der gefährlichen Selbstkasteiung steckt meist eine verzerrte Wahrnehmung
Inzwischen haben auch die Männer immer öfter ein falsches Bild von sich, das zu Essstörungen führen kann. Eine Innsbrucker Studie, auf die der Autor verweist, unterschied 2004 (!) erstmals zwischen der Wahrnehmung des eigenen Körpers und fremder Körper. Die Frage ist aktuell: Wer wird bei der Entwicklung von Therapien endlich an dieser Stelle ansetzen?
http://www.netdoktor.de/Magazin/Verzerrtes-Ich-4243.html
Susanne P. Kreikebaum
Psychologisches Institut der Universität zu Köln 2000
Die Befunde verdeutlichen, dass sich bereits präpubertäre amerikanische sowie deutsche Kinder intensiv mit ihrer Figur und ihrem Gewicht auseinandersetzen. Während übergewichtige Kinder beiden Geschlechts verglichen mit normal- und untergewichtigen am unzufriedensten mit ihrem Körper waren, am häufigsten Diäten durchführten und über den geringsten Selbstwert verfügten, zeigte sich auch ein erheblicher Teil der normalgewichtigen Mädchen beider Kulturen unzufrieden mit ihrer Figur, äußerte den Wunsch abzunehmen und führte Diäten durch.
Eine umfassende Darstellung eines der wichtigsten Ansatzpunkte: die Phasen von Kindheit und Adoleszenz. So erschreckend die erfassten Körperkonzepte wirken, so eindringlich erscheint doch einmal mehr der Zeitpunkt der möglichen und nötigen Einflussnahme.
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